Der Traum vom spontanen Abflug – einfach zum Flughafen fahren, Ticket kaufen und dabei noch sparen – hält sich hartnäckig. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Wer heute erst am Airport bucht, zahlt in den meisten Fällen drauf, wie aus einem Bericht von "Travelbook" hervorgeht.
Der Mythos geht wohl auf Zeiten zurück, in denen Airlines freie Sitzplätze kurz vor Abflug noch günstig als Last-Minute-Deals anboten, um ihre Maschinen auszulasten – ein Vorgehen, das heutzutage praktisch keine Bedeutung mehr hat.
Demnach sind Flugtickets am Schalter in der Regel teurer als bei frühzeitiger Online-Buchung. Der Grund: Airlines kalkulieren ihre Preise dynamisch – und kurzfristige Buchungen sind fast immer mit höheren Tarifen verbunden. "Bei Flügen sind die Preise vom Tarifsystem überall gleich teuer", so Luftfahrtexperte Cord Schellenberg gegenüber dem Portal. Kurzfristige Tickets würden sich vor allem an Geschäftsreisende richten, für die Flexibilität wichtiger ist als der Preis.
Der oft zitierte Last-Minute-Trick hat damit ausgedient. Statt leerer Sitze, die billig abgegeben werden, setzen Fluggesellschaften heute auf ausgeklügelte Preissysteme. Diese analysieren Nachfrage, Buchungszeitpunkt und Auslastung – und passen die Preise laufend an.
Für Reisende bedeutet das: Planung zahlt sich aus. Wer früh bucht, flexibel bei Reisedaten ist und verschiedene Optionen vergleicht, hat deutlich bessere Chancen auf günstige Flüge. Auch Abflüge unter der Woche oder von alternativen Flughäfen können Einsparungen bringen.