Flughafen-Knigge

Diese Fehler treiben das Gate-Personal zur Weißglut

Du hast den Pass nicht parat oder diskutierst wegen jeder Kleinigkeit? Damit bist du für das Flughafenpersonal alles andere als ein Lieblingsgast.
Heute Life
22.04.2026, 15:50
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Das Gate ist geöffnet, die Anzeige blinkt, die ersten stehen schon auf. Noch bevor überhaupt eine Gruppe aufgerufen wird, bildet sich eine Schlange. Koffer werden nach vorne geschoben, Blicke wandern ungeduldig Richtung Boarding-Schalter. Was für viele der Start in den Urlaub ist, bedeutet für das Gate-Personal vor allem eines: Stress.

Unnötige Fragen am Gate? Bitte nur im Notfall!

"Das Boarding ist eine der kritischsten Phasen im gesamten Flugablauf. Das Gate-Personal muss aus vielen Gründen hoch konzentriert bleiben – Unterbrechungen bremsen den Prozess für alle", erklärt Natasha Brown von United Airlines gegenüber der "Huffpost". Heißt: Frag das Gate-Team bitte nur dann, wenn es wirklich dringend ist. Alles andere stört und kostet Zeit.

Nervige "Gate-Läuse"

Kennst du das? Kaum ist das Gate offen, stehen schon alle auf und blockieren den Bereich – auch wenn ihr Boarding noch gar nicht dran ist. Für dieses Verhalten gibt es sogar einen Namen: Gate-Läuse.

Das Personal hat dafür wenig Verständnis, denn laut einer ehemaligen Gate-Mitarbeiterin bringt das gar nichts: "Es ergibt einfach keinen Sinn, den Boarding-Bereich frühzeitig zu verstopfen. Meistens sorgt das nur dafür, dass alles noch chaotischer wird", betont Carla Rosado, ehemalige Gate-Mitarbeiterin von American Airlines, im "Huffpost"-Interview. Wer also entspannt sitzen bleibt, hilft nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen.

Sitzplatzwechsel im letzten Moment? Keine gute Idee

Wer einen bestimmten Sitzplatz will, sollte das vorab erledigen – meistens kostet das extra. Direkt am Gate noch schnell einen anderen Platz zu verlangen, sorgt für Stress und kommt beim Personal gar nicht gut an.

Brown erklärt: "Sobald das Boarding beginnt, jonglieren wir mehrere Aufgaben gleichzeitig." Die Crew steht im ständigen Kontakt mit Kabinenpersonal, Pilot und Bodenpersonal – und das alles unter Zeitdruck. Für Extrawünsche bleibt da kaum Zeit. Sitzplätze kann man in der Regel vorab in der App ändern: Wer das verpasst, muss meist damit leben oder zahlen.

Griffbereite Dokumente

Beim Einsteigen zählt jede Sekunde: Wer ganz vorne erst zu kramen beginnt, hält die ganze Schlange auf. Boardingkarte und Pass sollten also schon vorher bereitliegen. "Wenn man seine Unterlagen bereit hat, bleibt der Ablauf flüssig und unnötige Verzögerungen werden vermieden", erläutert Brown.

Handgepäck abgeben – Diskussionen bringen nichts

Wenn das Flugzeug voll ist, muss manchmal Handgepäck kurzfristig abgegeben werden. Wer davon betroffen ist, sollte das möglichst gelassen nehmen. Denn: "Wenn der Platz weg ist, ist er weg. Das Boarding deswegen aufzuhalten, verzögert nur alles für alle", betont Brown. Also: Tasche abgeben, durchatmen und weitergehen – dann läuft alles schneller.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.04.2026, 09:18, 22.04.2026, 15:50
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