Maximal 100 Milliliter Flüssigkeiten im Handgepäck? Damit ist auch am Flughafen Wien bald Schluss. Die Grenze soll bis zum Sommer 2026 dank neuer Sicherheitsscanner fallen. Ist die Umrüstung abgeschlossen, können künftig auch Mengen von bis zu zwei Litern mitgenommen werden.
Die Geräte wurden schon im Vorjahr von der EU genehmigt, wie der "ORF" berichtet. Aber: Die neue Grenze tritt erst in Kraft, wenn wirklich alle Anlagen umgerüstet sind, betont man am Flughafen Wien.
Die modernen Scanner funktionieren ähnlich wie ein Computertomograph und liefern dreidimensionale Bilder. Das heißt, es müssen weder Flüssigkeiten noch elektronische Geräte wie Laptops extra ausgepackt werden. Das soll vor allem die Wartezeiten verkürzen und die Kontrollen entspannter machen.
Die Umstellung passiert aktuell Schritt für Schritt. Bis zur Hauptreisezeit im Sommer will man fertig sein, so das Magazin "konkret". Der Flughafen steckt rund 25 Millionen Euro in die neue Technik.
Die neuen Scanner gibt es noch nicht überall. In Großbritannien und Italien sind schon viele Flughäfen damit ausgerüstet, in Deutschland wird in Städten wie Frankfurt und Berlin nachgezogen. Frankreich hinkt noch hinterher.
Reisende sollten sich deshalb vor ihrem Flug informieren, ob ihr Flughafen diese Scanner bereits im Einsatz hat, um Probleme bei der Kontrolle zu verhindern. Der Flughafen Wien rät deshalb weiterhin dazu, vorerst die 100-Milliliter-Grenze einzuhalten.