Tierischer Ratgeber

Angst? Stress? Zecke? Was Düfte wirklich alles können

Der richtige Duft kann das Hirn der Hunde zurecht rütteln und sogar Ängste lösen und Stress minimieren. "Smellapies" hilft da, wo Liebe scheitert.
19.04.2026, 08:35
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"Gelassen Gassi", "Schreck Schutz" oder "Kotz Block" sind nur drei lustige Bezeichnungen für ätherische Öl-Mischungen vom neuen, steirischen Start-up "Smellapies". Die Idee entstand - wie so oft - durch private Nöte, als Hündin "Rosa" von der Arbeitskollegin des Gründers Daniel Lackner so viel geweint hat, wenn sie alleine bleiben musste.

Düfte für's Hirn

Wie bei jedem anderen Säugetier auch ist vor allem der Hund mit seiner besonderen Nase für Düfte und Gerüche sehr empfänglich. Wir verknüpfen ja den Duft nach Vanillekipferl und Zimt auch sofort mit Weihnachten und lassen uns vom Zitronenduft erfrischen. Was bei uns klappt, kann doch auch beim Hund funktionieren, dachte der steirische Unternehmer und setzte sich vor zwei Jahren mit einer befreundeten Pharmazeutin zusammen.

Biologische, ätherische Öle der österreichischen Marke "Feelings" wurden also in Zusammenarbeit mit Experten extra für die Hundenase ganz niedrig dosiert, um das Wohlbefinden beim Vierbeiner zu steigern und "Rosa" war das erste Testimonial der Duftmischung "Miss you".

"Wir konnten es auch nicht sofort glauben, dass die sensible Hündin plötzlich durch die Gerüche Lavendel, Kamille und Rose zur Ruhe kam und auch alleine entspannt hat", erzählt Lackner am Telefon. Wieso also anderen Hunden vorenthalten, was beim "Testhund" so toll geklappt hat?

14 Düfte und mehr

Mittlerweile wurden mit viel Liebe und Forschung 14 Duftmischungen entwickelt, die alle ihre besonderen Aufgabenbereiche haben. Sie sollen entspannen, Angst lösen, beleben, Zecken fernhalten oder auch einfach besänftigen. Für den Spaziergang gibt es sogar ein ganz besonderes Goodie, denn die Düfte kommen freilich nicht auf den Hund, sondern auf ein Filz-Pad, das wiederum im sogenannten "Smellie-Case" auf jedes Halsband oder Brustgeschirr befestigt werden kann und ungefähr vier Stunden seine Wirkung entfaltet.

Hier sieht man das sogenannte "Smellie-Case" mit dem gedufteten Filz-Pad.
©Smellapies

Für daheim gibt es bereits den "Duftspray", der auf Textilien wie das Hundekörbchen oder auch Vorhänge hinter dem Hundeplatz, oder auch einfach nur in die Luft gesprüht werden kann. "Für uns Menschen ist es beinahe geruchlos, doch der Hund entspannt plötzlich", so Lackner.

Was will man noch erreichen?

Pferde sind ein großes Thema und eigentlich auch Katzen, auch wenn die wieder ganz anders auf Düfte reagieren können und es hier noch ein wenig an Forschung benötigt. Auch Duftstäbchen sollen bald auf den Markt kommen, genauso wie besondere Zerstäuber und Kerzen. Mit dem jetzigen Sortiment sind aber bereits viele "Alltagsretter" verfügbar und können sich in jedem Falle nur positiv auswirken. HIER geht's zum Shop.

"Es klingt immer so heroisch, aber unser Team möchte die aufregende Welt unserer Hunde wirklich ein wenig besser machen, immerhin tun sie ja auch so viel für uns", sagt der Duftchef abschließend. Na, wo er recht hat?

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