Tierische Studie

Wirst du von deiner Katze eigentlich vermisst?

Eine britische Studie hat sich zur Aufgabe gemacht, das Verhalten der Katze mit Hunden und Kleinkindern zu vergleichen, um sie besser zu verstehen.
11.04.2026, 08:12
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Hunde binden sich natürlich ganz besonders eng an ihre Halter und gelten nicht umsonst als der "bester Freund". Forscher haben sich allerdings die Frage gestellt, ob Katzen tatsächlich egal ist, wer ihnen das Futter bringt, oder ob man jetzt mit liebevoller Anwesenheit glänzt oder nicht. Sind Katzen zu unabhängig, um uns zu vermissen?

Katzenforschung nicht so wichtig

Obwohl Katzen die beliebtesten Haustiere der Österreicher sind, liegt das nicht an der "großen Liebe" vom Tier zum Besitzer, sondern eher an der angenehmen Unabhängigkeit. Katzen kann man guten Gewissens ein paar Stunden alleine lassen, sie fordern weniger Aufmerksamkeit und alltägliche Routinen wie Hunde und müssen auch nicht zwangsläufig trainiert und erzogen werden. Katze ist eben Katze. Studien sollen sogar bewiesen haben, dass die Katze eigentlich kein domestiziertes Haustier ist, sondern sich uns lediglich gut angepasst hat.

Lieben uns Katzen?

Dieser Frage gehen Forscher bereits sehr lange nach, ohne eine befriedigende Antwort parat zu haben. Während beim Hund ein unabänderliches "JA" als Antwort bewiesen werden kann, ist die Katze immer noch ein Mysterium. Sie schätzen zwar Vertrauen und Stetigkeit, lassen aber kaum Aufschluss zu, ob dies tatsächlich mit der menschlichen Bindung einhergeht oder einfach nur Gewohnheit ist. Die Katze spielt mit dem Halter lieber als mit einer fremden Person, aber dies mag einfach auch "nur" an der Vorhersehbarkeit liegen, denn sie steht niemals in einem ähnlichen Abhängigkeitsverhältnis zu uns, wie der Hund.

Die "Trennung"

Forscher aus Schweden stellten fest, dass sich 14 verschiedene Wohnungskatzen fast simultan nach einer Trennung zum Halter verhalten haben. Einmal wurden sie 30 Minuten und einmal für vier Stunden alleine gelassen und zeigten weder Stress noch Unwohlsein. Nur die Rückkehr des Frauchens, oder Herrchens wurde nach längerer Abwesenheit mit vermehrten Schnurren belohnt und auch eine sanfte Begrüßung ihres Menschen eingefordert.

Hier könnte man also davon ausgehen, dass ein längerer Zeitraum der Katze sehr wohl auffällt und sie die Bindung bei der Ankunft erneuern wollen.

Trennungsangst?

Eine andere Studie aus Brasilien zeigte jedoch, dass jede achte Katze auf eine Trennung sehr sensibel und zerstörerisch reagieren kann. Sie miauen laut, urinieren neben der Katzentoilette und zerkratzen Türstöcke. Dies konnte aber fast ausschließlich bei Katzen ohne Sozialpartner, ohne Spielzeug und ohne genügend Auslastung. Sind Katzen also regelmäßig und ohne Stimulation alleine, entwickeln sie tatsächlich Stress und "vermissen" den Halter.

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