Dass Max Verstappen mit den neuen Regeln in der Formel 1 hadert, ist längst bekannt. Doch seine ständigen Beschwerden sorgen nun für Gegenwind. Vor allem Ex-Star Juan Pablo Montoya geht auf Konfrontation, findet deutliche Worte – und glaubt an einen spektakulären Wechsel des Superstars.
Der Niederländer hatte zuletzt mehrfach Kritik am Reglement geübt und sogar angedeutet, die Königsklasse verlassen zu können. Für Montoya ist das der falsche Weg. "Wenn ich er wäre, würde ich die Klappe halten, es akzeptieren und zugeben, dass er in einem schlechten Auto sitzt", stellte der Kolumbianer gegenüber "Casinostugan" klar.
Aus seiner Sicht steckt hinter Verstappens Aussagen vor allem Frust. Das aktuelle Auto sei "ein Stück Schrott", zudem "20 Kilogramm zu schwer" und auf Dauer nicht konkurrenzfähig. Statt öffentlich Druck zu machen, solle der Weltmeister intern Lösungen suchen.
Besonders kritisch sieht Montoya die Rücktritts-Andeutungen. Ein solcher Schritt als Druckmittel könne nach hinten losgehen. "Das Problem beim Weggehen ist: Wenn man wirklich nur geht, um Druck zu machen, wird der Sport sich ohne einen weiterentwickeln", warnte er. Eine Rückkehr sei dann alles andere als sicher. "Man muss wissen, dass man geht – und zwar für immer. Ich wusste das."
Trotz der harten Kritik glaubt Montoya nicht an ein echtes Verstappen-Aus. Vielmehr bringt er einen spektakulären Wechsel ins Spiel. "Ich garantiere, dass Verstappen Toto Wolff bereits angerufen hat, jetzt, wo Antonelli zwei Rennen gewonnen hat", meinte der Ex-Pilot. Der Zeitpunkt sei ideal, um einen Wechsel zu Mercedes einzufädeln. Dort könnte Verstappen möglicherweise George Russell ersetzen – eine Theorie, die auch Damon Hill bereits geäußert hat. Allerdings machte Mercedes-Boss Toto Wolff zuletzt klar, dass beide Fahrer langfristig gebunden seien.
Für Montoya bleibt ohnehin eine andere Frage entscheidend: "Wenn Max nicht in der Formel 1 bleiben will, was sollen sie dann tun? Das ist eine harte Realität." Worte, die Gewicht haben – schließlich verabschiedete sich der Kolumbianer selbst 2006 aus der Formel 1 in Richtung NASCAR.