Mercedes hat in Suzuka zwar wieder geliefert – doch Teamchef Toto Wolff platzte beim Start der Kragen. Trotz Doppel-Frontreihe verloren seine Fahrer sofort Plätze. "Ich dachte nur: Nicht schon wieder", sagt der Wiener nach dem verpatzten Beginn.
George Russell fiel von Startplatz zwei zurück, Pole-Setter Andrea Kimi Antonelli sogar noch weiter. Für Wolff ist klar: Nicht nur das Auto war schuld. "Unsere Starts waren generell eher auf der mittelmäßigen Seite", sagt er, legt aber nach: "In diesem Fall hatte der Fahrer massiven Einfluss darauf, dass das Auto nicht vom Fleck kam."
Der Österreicher wird deutlich und sogar ein wenig sarkastisch. "Der eine hat die Kupplung schnalzen lassen, und der andere hat es auch nicht optimal getroffen." Seine Lösung? Fahrschule. "Diese Kids lernen in der Fahrschule auf Automatikautos. Wir müssen ihnen also erst mal beibringen, wie man eine Kupplung langsam, stetig und nicht zu schnell kommen lässt."
Vor allem Rookie Antonelli nahm die Kritik an. "Ich habe die Kupplung schneller kommen lassen, als ich eigentlich sollte", erklärt er. Die Folge: durchdrehende Räder, verlorene Plätze. "Danach war ich ein leichtes Opfer." Die Reaktion fiel entsprechend aus: "Ich war extrem sauer."
Mercedes konnte den Schaden im Rennen noch reparieren. Trotzdem ist klar, wo der Hebel angesetzt wird. Die kommende Pause will Antonelli nutzen: "Da kann ich ein paar Starts üben." Denn für ihn steht fest: "Damit kann man Rennen ganz leicht gewinnen oder verlieren."