Regeländerung

Motor-Trick von Mercedes und Red Bull gestoppt

Die FIA greift in der langen Formel-1-Pause durch. Mit einer Regelanpassung stoppt der Motorsport-Weltverband einen Trick von Mercedes und Red Bull.
Sport Heute
14.04.2026, 19:36
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In der Motorsport-"Königsklasse" wird nach den ersten drei Saisonrennen hinter verschlossenen Türen verhandelt. Es geht vor allem darum, das sogenannte "Superclipping", also das Aufladen der Batterie auf langen Geraden samt plötzlichem Leistungsabfall, zu verhindern. Die Absagen der Formel-1-Rennen von Bahrain und Saudi-Arabien wegen des Iran-Krieges kommen dem Motorsport-Weltverband entgegen, es gibt viel Zeit für Gespräche.

Eine Lösung ist zwar noch nicht in Sicht, dafür hat die FIA allerdings einen Motoren-Trick von Mercedes und Red Bull gestoppt. Die Teams hatten diesen vor allem im Qualifying genutzt – Achtung, es wird technisch.

Motor-Trick gestoppt

Konkret geht es um eine Notfalleinstellung im Batteriemanagement der Boliden. Wenn sich die Batteriekapazität dem Ende zuneigt, sinkt auch die Leistungsabgabe des MGU-K stufenweise um 50 kW pro Sekunde. Dadurch soll ein plötzlich drastischer Leistungsabfall verhindert werden – eine Sicherheitsmaßnahme. Mercedes und Red Bull hatten laut "The Race" allerdings diesen schrittweisen Leistungsverlust durch das gezielte Aktivieren des Notfallprogramms verhindert. Die stufenweise Reduzierung setzt dann nicht ein.

Genau dies machten sich die Rennställe gegen Ende einer Runde zu Nutzen. Auf den letzten Metern konnte die Batterie dann voll ausgequetscht werden, der plötzliche Leistungseinbruch passierte erst in der Auslaufrunde nach dem Überqueren der Start-Ziel-Linie. Im Qualifying könnten so also womöglich entscheidende Hundertstelsekunden herausgequetscht werden, während der Trick im Rennen ohnehin unbrauchbar war, schließlich bleibt nach dem Einschalten des Notfallprogramms die MGU-K für 60 Sekunden deaktiviert.

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FIA greift durch

Zuletzt sei der Trick jedenfalls aufgefallen, weil gleich mehrere Fahrer im Qualifying von Suzuka nach ihren schnellen Runden schlagartig und deutlich langsamer geworden waren. Dies ist ein großes Sicherheitsrisiko, da die Boliden stark unterschiedliche Geschwindigkeiten haben können.

Die FIA machte nun klar, dass das Einschalten des Notfallmodus eben bloß in derartigen Notfällen erlaubt ist. Der Weltverband möchte die Telemetriedaten genau überwachen und droht den Teams sogar mit harten Strafen.

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