Die Doku "Pferdestärke – Die Welt der Gina Schumacher" begleitet die 29-Jährige auf ihren Ranches in der Schweiz und in den USA. Dabei zeigt sie, wie sehr ihr die Pferde geholfen haben, nach dem Unfall ihres Vaters wieder Halt zu finden. Gina ist es besonders wichtig, ihre Leidenschaft für Pferde zu zeigen und zu erzählen, wie diese ihr durch die schwierigste Zeit ihres Lebens geholfen haben.
In einer Szene erinnert sich Gina an die Wochen nach dem verhängnisvollen Ski-Unfall von Michael Schumacher im Jahr 2013 in Frankreich. Sie und ihre Mutter Corinna verbringen damals viel Zeit mit den Pferden eine Beschäftigung, die für Gina zur Rettung wird.
Nach dem Unfall ihres Vaters, der ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt und lange im künstlichen Tiefschlaf lag, zog sich die Familie komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Für Gina wurden die Pferde zur Zuflucht.
"Nach Papas Unfall habe ich mich da wirklich reingehangen, weil ich musste irgendwas machen", schildert Gina Schumacher die schwere Zeit. "Die Pferde waren schon immer wichtig. Aber seitdem sind sie wirklich ... also ich könnte ohne Pferde nicht. Die haben mir geholfen, das alles durchzustehen", erzählt sie im Film.
Gina Schumacher ist heute mehrfache Weltmeisterin im Reining, einer Disziplin im Westernreiten. Die ZDF-Doku zeigt, wie sie im Sommer 2025 auf der Familienranch in Givrins im Kanton Waadt gleich zwei Weltmeistertitel holt – im Einzel und mit dem Team.
Auch ihre Mutter Corinna kommt zu Wort: "Michael hat mal zu mir gesagt, da war Gina zehn: Die Gina wird viel besser sein als du." Und weiter: "Weil sie egoistischer ist. Wenn du Sportler bist, musst du in gewisser Weise egoistisch sein. Und das ist super. Sonst wirst du nichts. Heute denke ich: Der hat so recht gehabt."
In der Doku erzählt Gina auch von ihrer Kindheit und den ersten Erfolgen im Sattel. Über ihre Mutter, die zu den erfolgreichsten Züchterinnen von Quarter Horses zählt, sagt sie: "Früher hatte sie ein Pferd, und als wir kleiner waren, wollte sie wieder anfangen. Aber sie wollte ein sicheres Pferd. Dann war sie mit Papa in Dubai und sie haben Araber geritten. Dann ist Papa da runtergefallen von einem. Nebendran war so ein Quarter, und er war da, um die anderen zu beruhigen. Und dann hat Mama gesagt, sie möchte gerne so ein Pferd."
Über ihre eigenen Leistungen sagt Gina: "Ich bin dankbar, dass ich das so machen kann. Weil das ja auch nicht selbstverständlich ist. Das haben meine Eltern mir ermöglicht. Deshalb war mir immer wichtig, dass ich in der Hinsicht hart arbeite. Dafür, dass ich das dann so gut wie ich kann mache."