Tierische Virologen

Maus? Vogel? Wiener Katzen müssen Beute eintüten

Die Katze fängt und Wissenschaftler aus Wien testen! Wie auch dein Stubentiger zum Virologen wird, liest du im Artikel.
17.04.2026, 15:31
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Das Ludwig Boltzmann-Institut für Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge an der Medizinischen Universität Wien möchte nun endlich ein intensiveres Monitoring für virale, bakterielle und andere Krankheitserreger für Wien starten.

Mithilfe von Katzen soll dies jetzt möglich werden, denn immerhin sind die Wiener Freigänger grandiose Jäger und versorgen die Wissenschaftler mit notwendigen Forschungs-Objekten.

Das nützliche "Geschenk"

Jeder Katzenhalter mit einer "wilden" Samtpfote hat bestimmt schon einmal ein Geschenk in Form toter Mäuse, Vögel oder anderer Kleintiere wie Eidechsen bekommen, oder? Diese Eigenschaft macht die Tiere zu hilfreichen Wissenschaftlern, da ihre Beute die Studie zur Überwachung von Krankheitserregern in Nagetieren in verschiedenen Lebensräumen unterstützt.

Am Land gibt es bereits gute Untersuchungen:

Vor einigen Jahren wurden in Nagetieren in der Nähe des Neusiedler Sees mehrere potenziell für den Menschen gefährliche Erreger nachgewiesen: Borreliose, Leptospirose und das Dobrava-Belgrad-Hantavirus (DOBV) Darüber hinaus verursacht das ebenfalls in Nagetieren zirkulierende Puumala-Hantavirus in Österreich jedes Jahr mehrere Dutzend bis etwa 200 Infektionsfälle.

So kann dein "Jäger" helfen

Gemeinsam kannst du - oder besser gesagt, deine Katze - einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen und virologischen Forschung leisten! Falls dein Tiger seine Beute nach Hause bringt, wird der Kadaver vom Institut abgeholt und im Labor untersucht. Du wirst natürlich danach genau darüber informiert, welche Tierart deine Katze "verschenkt" hat und ob in der Beute Krankheitserreger nachgewiesen werden konnten.

Achtung!

Es ist den Forschern wichtig zu betonen, dass dies in keiner Weise als Aufruf zu verstehen ist, die Katze gezielt jagen zu lassen. Doch wenn Ihre Katze ohnehin tote Beute nach Hause bringt, möchten man zumindest versuchen, daraus einen letzten wissenschaftlichen Nutzen zu ziehen und den Kadaver zu analysieren. So ist das Tier zumindest nicht umsonst gestorben!

So sollte die Maus, oder die Beute "eingesammel" werden, bis sie von den Forschern abgeholt wird.
©Nico Joel Halwe

Schnelligkeit ist entscheidend: Bitte melde den Fund (via Telefon unter +43 676 46 11 450, WhatsApp oder SMS) innerhalb von 24 Stunden und lagern Sie den Kadaver (wenn möglich) bis zur Abholung im Kühlschrank. Je frischer der Fund, desto größer ist sein wissenschaftliches Potenzial.

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