Wer im Wald unterwegs ist, sollte sich nicht nur vor gewöhnlichen Zecken in Acht nehmen. Auch die sogenannten "fliegenden Zecken" können zur lästigen Plage werden – besonders im Spätsommer.
Bei den fliegenden Blutsaugern handelt es sich eigentlich um die Hirschlausfliege. Sie ist etwa einen halben Zentimeter groß, hat einen flachen, bräunlichen Körper und sechs kräftige Beine, die ihr ein zeckenähnliches Aussehen verleihen.
Wie chip.de berichtet, haben es die Parasiten eigentlich auf Hirsche, Rehe und Wildschweine abgesehen. Doch auch Menschen können gebissen werden – und das mit unangenehmen Folgen: Der Juckreiz nach einem Biss kann Monate anhalten.
Im Gegensatz zu echten Zecken kann die Hirschlausfliege fliegen – zumindest bis sie einen Wirt gefunden hat. Dann wirft sie ihre Flügel ab und gräbt sich ins Fell oder in die Haare. Die Tiere sind oft in kleinen Schwärmen unterwegs und beißen bevorzugt im Kopf- und Halsbereich zu.
Nach einem Biss sollte die betroffene Stelle desinfiziert und gekühlt werden. Das lindert die Schwellung. Dauern die Beschwerden länger als zwei Wochen an, ist ein Arztbesuch ratsam.
Um gar nicht erst gebissen zu werden, solltest du Waldränder und Gebiete mit großem Wildbestand meiden. Die Fliegen sind besonders im Spätsommer aktiv. Bei Hunden sollte nach einem Waldspaziergang ebenfalls auf Befall geprüft werden.