Das Land Tirol zeigt sich mit dem abgelaufenen Jagdjahr zufrieden. Rund 90 Prozent der vorgegebenen Abschussquote wurden erfüllt. Insgesamt wurden 11.892 Stück Rotwild als Abgang verzeichnet.
Landesjägermeister Anton Larcher spricht von einem soliden Ergebnis, auch wenn das Jahr für die Jäger fordernd war: "Wir erleben in der täglichen Revierarbeit sehr unmittelbar, wie sich das Verhalten des Wildes verändert – sei es durch zunehmende Störungen im Lebensraum oder durch witterungsbedingte Verschiebungen. Das verlangt viel Erfahrung, Geduld und ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Die Jägerschaft ist bereit, diesen Weg weiterzugehen und ihren Beitrag zu leisten", das berichtet der ORF.
Als Gründe nennt das Land unter anderem veränderte Lebensräume, Witterungseinflüsse und eine intensivere Nutzung der Wälder durch Freizeitaktivitäten. All das erfordert immer flexibleres Handeln.
Ein Thema bleibt die Rotwild-Tuberkulose. Vor allem im Oberland und im Außerfern ist das Risiko erhöht. Die Krankheit betrifft nicht nur Wildtiere, sondern auch Rinder. Nach dem Almabtrieb werden jedes Jahr rund 4.000 Tiere in etwa 500 Betrieben untersucht.
In den vergangenen Jahren wurden nur vereinzelt Fälle festgestellt. 2024 waren fünf Rinder betroffen, 2025 zwei Tiere im Bezirk Landeck. Laut Behörden handelte es sich dabei um frühe Infektionen ohne Weiterverbreitung.
Auch beim Rotwild wird genau kontrolliert. Im Jagdjahr 2025/26 wurden 583 Tiere untersucht, 27 davon waren positiv. Zusätzlich gab es in einer bekannten Schwerpunktregion im hinteren Lechtal zehn weitere Fälle.
Landesveterinärdirektor Matthias Vill betont im ORF-Bericht die Bedeutung weiterer Maßnahmen: "Die bisherigen Fortschritte sind das Ergebnis eines engen Zusammenspiels aller Beteiligten. Jede Reduktion der Infektionsrate trägt dazu bei, das Risiko eines Eintrags in die Rinderbestände weiter zu minimieren."