Am Dienstag veröffentlichte die Statistik Austria ihre Schnellschätzung für die Inflation im Mai. Diese liegt bei 3,7 Prozent und verbleibt damit auf einem hohen Niveau. Nun meldet sich der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) zu Wort. Die Analyse der Statistik Austria zeige, dass die Teuerung für viele Arbeitnehmer und Pendler weiter spürbar bleibe, heißt es in einer entsprechenden Aussendung.

Der ÖGB pocht in der Mitteilung auf Preiseingriffe durch die Bundesregierung, denn: "Die Preise gehen nicht von selbst zurück". Weiter: "Wenn Treibstoff und Heizöl die Teuerung antreiben, dann braucht es wirksame Eingriffe statt halbherziger Korrekturen", sagt Helene Schuberth, Bundesgeschäftsführerin des ÖGB".
Die Gewerkschaft kritisiert die Abschwächung der Spritpreisbremse durch das Wegfallen der wichtigen Margenregelung und fordert eine sofortige Nachschärfung. Statistik Austria hielt bereits für April fest, dass die im April 2026 eingeführte Spritpreisbremse Benzin und Diesel um bis zu 10 Cent pro Liter verbilligte und damit die Inflation messbar dämpfte.
"Dass ein Instrument mit nachweisbarer Wirkung ausgerechnet in einer Phase abgeschwächt wird, in der viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen, ist wirtschaftspolitisch das falsche Signal. Wer täglich zur Arbeit fahren muss, braucht echte Entlastung und keine ausgedünnte Restlösung", so Schuberth.
Pendlern würde so anstatt einer "wirksamen Entlastung" künftig "nur noch eine superschwache Variante" bleiben, kritisieren die Interessenvertreter.