Wien

Druckwelle schickt gewaltige Sturmböe durch Wien

Unwetternacht in Wien: Mit über 100 Kilometern pro Stunde fegte ein Sturm durch die Bundeshauptstadt, knickte Bäume und ließ Fensterscheiben bersten.
Rene Findenig
26.07.2022, 11:01
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In der Nacht auf Dienstag traten vom Innviertel bis ins Weinviertel Gewitter auf, dabei gab es die kräftigsten Entwicklungen besonders in Oberösterreich, an der Station Waizenkirchen wurden beispielsweise 35 Liter pro Quadratmeter gemessen, sagt Ubimet-Meteorologe Martin Templin zu "Heute". Doch auch die Bundeshauptstadt Wien hat es erwischt: "Der zweite Schwerpunkt lag am Alpenostrand und in Wien, wo eine Druckwelle Böen teils über 100 km/h brachte."

Dabei wurde an der Hohen Warte eine Böe von 103 km/h gemessen, so der Wetter-Experte. Auf Social Media berichteten Nutzer, dass sie von heftigen Windstößen geweckt oder gar ihre Scheiben zu Bruch gegangen waren, Bilder von Leser-Reportern zeigten zudem umgestürzte Bäume und gebrochene Äste in den Straßen. "Aber auch sonst gab es örtlich schwere Sturmböen mit 95 km/h in Gumpoldskirchen oder 91 km/h in Wiener Neustadt", so Templin.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Unwetter setzen sich noch fort

Und der Meteorologe kann keine Entwarnung geben: "Am Nachmittag sind durchaus auch in Wien vereinzelt Gewitter zu erwarten, diese sind aber meist nur schwach ausgeprägt und bringen etwas Regen." Schlimmer sieht es allerdings im Süden des Landes aus, "die Gefahren dabei liegen hauptsächlich bei Starkregen und kleinem Hagel".

Am Dienstag präsentiert sich Österreich um bis zu 15 Prozent kühler als noch vor wenigen Stunden, ab Mittwoch steigt aber im Osten die Temperatur wieder an. Eine halbwegs gute Nachricht gibt es aber, denn die Österreicher bekommen eine kleine Hitze-Verschnaufpause: "Eine neue Hitzewelle deutet sich erst wieder Anfang August an, ist aber auch noch unsicher", so Templin.