Dutzende Österreicher in Afghanistan – aber keine Flüge

Nach wie vor befinden sich Österreicher in Afghanistan. (Archivbild Evakuierungsflug) 
Nach wie vor befinden sich Österreicher in Afghanistan. (Archivbild Evakuierungsflug) CRISTINA QUICLER / AFP / picturedesk.com
Nach wie vor befinden sich Österreicher in Afghanistan. Weil es keine Evakuierungsflüge mehr gibt, müssen jene auf dem Landweg zurückgeholt werden. 

Am Sonntag war Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) zu Gast in der ORF-"Pressestunde". Thematisiert wurde die Situation in Afghanistan sowie die Rückholung der sich nach wie vor dort befindlichen Österreicher. 

 Laut den Angaben Schallenbergs befinden sich noch immer "einige Dutzend" Österreicher dort.

Weil die Evakuierungsflüge eingestellt wurden, versuche man jene Landsleute nun auf dem Landweg aus Afghanistan zu bringen. Zu diesem Zweck habe das Außenministerium Krisenteams, die durch das Verteidigungs- und das Innenministerium verstärkt seien, in Pakistans Hauptstadt Islamabad sowie in der iranischen Hauptstadt Teheran.

217 Österreicher bereits zurückgeholt

Seit der Machtübernahme der Taliban Anfang August seien laut dem Außenminister bereits 217 Österreicher aus Afghanistan herausgeholt worden. Dass sich nach wie vor Landsleute in dem Krisengebiet befinden, sei klar. Eine genaue Zahl zu nennen, sei allerdings schwierig. Diese Zahl ändere sich laut Schallenberg nämlich täglich. 

 Ebenso merkte er an, dass die Bemühungen, Menschen auf dem Landweg aus Afghanistan zu holen, "natürlich mit einem Risiko verbunden" seien. 

Bislang sei man dabei aber "recht erfolgreich".

"Exporteur von Terrorismus & Extremismus"

Seitdem die Taliban die macht in Afghanistan übernommen haben, hat sich einiges in dem Land geändert. Nun befürchtet Schallenberg, dass Kabul sowohl "zu einem sicheren Hafen und einer Brutstätte" als auch "zu einem Exporteur des internationalen Terrorismus und Extremismus" werden könnte.

Aus diesem Grund müsse die internationale Gemeinschaft "alles tun, damit Afghanistan sicherheitspolitisch nicht zu einem Schwarzen Loch wird". Dies hätte "das Potenzial, die gesamte Region mitzureißen".

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