Putzen, spülen, filmen: Dyson hat am Dienstag in Paris seine erste elektrische Zahnbürste vorgestellt. Die "CameraJet" verfügt über eine winzige Kamera direkt unter dem Bürstenkopf, die Zahnzwischenräume erkennt und sie per Wasserstrahl reinigt.
Die Mini-Kamera misst gerade einmal einen Millimeter und liefert 28 Bilder pro Sekunde an einen KI-Algorithmus. Sobald das System eine Zahnlücke erkennt, schießt eine Pumpe innerhalb von 100 Millisekunden einen kegelförmigen Strahl Mundspülung hindurch.
Damit soll das Zähneputzen die Reinigung der Zahnzwischenräume gleich miterledigen, wie heise online berichtet. Das Ganze hat allerdings seinen Preis: 480 Euro müssen Käufer für das Komplett-Set hinblättern.
Die Zahnbürste funkt per WLAN und Bluetooth. Über die MyDyson-App lässt sich das Kamerabild live mitverfolgen - ähnlich wie bei einem Saugroboter können Nutzer so eine Analyse ihres Putzvorgangs ansehen. Die Aufnahmen werden weder gespeichert noch in die Cloud übertragen, versichert der Hersteller.
Die Mundspülung steckt in einem 12,5 Milliliter fassenden Behälter im Griff. Der Akku hält laut Dyson bis zu zehn Tage oder 14 Reinigungen durch.
Damit die Kamera freie Sicht im Mund hat, braucht es spezielle Produkte: Dyson legt deshalb eine eigene, nicht schäumende Zahnpasta sowie eine wenig schäumende Mundspülung bei. Auch die Bürstenköpfe kommen vom Hersteller selbst.
Nach eigenen Angaben hat Dyson sechs Jahre an der Zahnbürste gearbeitet und 38 Patente angemeldet. In eigenen Tests will das Unternehmen bis zu 69 Prozent mehr Plaque entfernt haben als bei marktführenden Premium-Zahnbürsten.