Viele E-Autofahrer schalten im Sommer die Klimaanlage aus, um Reichweite zu sparen. Doch eine neue Analyse von Geotab zeigt: Das ist der falsche Ansatz. Der wahre Reichweitenkiller ist die Geschwindigkeit.
Das Unternehmen hat mehr als drei Millionen Fahrten mit Elektroautos ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Je schneller man fährt, desto mehr sinkt die Reichweite - und zwar deutlich.
Wie es bei CHIP heißt, zeigt ein Beispiel den drastischen Unterschied: Ein Elektro-Transporter mit 65-kWh-Batterie schafft bei 80 km/h etwa 230 Kilometer. Bei 128 km/h sind es nur noch 142 Kilometer - ein Verlust von fast 40 Prozent.
Der Grund ist simpel: Der Luftwiderstand steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit. Verdoppelt man das Tempo, vervierfacht sich der Widerstand. Dagegen kommt auch der beste Akku nicht an.
Auch bei Limousinen ist der Effekt spürbar: Die Reichweite sinkt bei schnellerem Fahren um rund 28 Prozent - von 446 Kilometern bei 80 km/h auf 322 Kilometern bei 128 km/h.
"Schon 16 bis 24 km/h langsamer zu fahren, kann die Reichweite je nach Fahrzeug um mehr als 20 Prozent erhöhen", erklärt Charlotte Argue, Senior Managerin für Nachhaltigkeit bei Geotab.
Die Klimaanlage spielt laut der Studie nur bei langsamen Fahrten eine größere Rolle - wenn der Luftwiderstand kaum ins Gewicht fällt. Je schneller man fährt, desto weniger relevant wird die Kühlung.