E-Scooter sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Laut aktuellen Versicherungsdaten waren 2025 knapp 1,66 Millionen elektrische Tretroller in Deutschland versichert - mehr als doppelt so viele wie noch 2022.
Der Anstieg geht dabei vor allem auf privat genutzte E-Scooter zurück. Deren Zahl stieg von 1,01 auf 1,34 Millionen. Die Leih-Scooter hingegen werden weniger: Ihre Zahl sank von 331.000 auf 300.000.
Wie heise online unter Berufung auf Daten des Versicherungsverbands GDV berichtet, hat auch die Zahl der Unfälle dramatisch zugenommen. 2025 gab es 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Verletzten, bei denen 38 Menschen starben. Zum Vergleich: 2022 waren es noch 8341 Unfälle.
Interessant ist der Unterschied zwischen Leih- und Privatgeräten: Bei Miet-Scootern passieren mehr als doppelt so viele Schäden pro 1000 Fahrzeuge wie bei privaten. Die Versicherer erklären das mit unterschiedlichem Fahrverhalten.
"Nutzer eigener Scooter fahren in der Regel viel, tragen eher einen Helm und sind seltener auf Gehwegen unterwegs", erklärt die Leiterin der GDV-Unfallforschung, Kirstin Zeidler.
Über die Hälfte aller Verunglückten war 2025 jünger als 25 Jahre. Besonders problematisch: Viele wissen nicht, dass für unter 21-Jährige ein Alkoholverbot auf dem E-Scooter gilt. Ein Verstoß kostet nicht nur Bußgeld, sondern kann auch den späteren Führerschein gefährden.
Der GDV fordert, dass Verleiher strenger gegen Verstöße wie Trunkenheitsfahrten oder mehrere Personen auf einem Roller vorgehen sollen. Auch weiterführende Schulen sollten die Regeln besser vermitteln.