Schwerer Verkehrsunfall in Weigelsdorf, Bezirk Baden: Ein 13-Jähriger krachte am Dienstag mit seinem E-Scooter gegen ein Auto und musste mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Nach dem Unfall stellte sich heraus: Sowohl sein Scooter als auch jener seines Begleiters waren massiv schneller als erlaubt.
Der 13-Jährige und ein 16-Jähriger, beide aus dem Bezirk Baden, waren am Dienstag gegen 16 Uhr mit ihren E-Scootern auf einem Radweg in Weigelsdorf unterwegs. Gleichzeitig wollte ein 36-jähriger Autofahrer den kreuzenden Radweg überqueren. Als sich sein Pkw bereits etwa zu einem Drittel auf dem Radweg befand, kam es zum Zusammenstoß mit dem 13-Jährigen.
Der Jugendliche erlitt Verletzungen unbestimmten Grades sowie einen Schock. Er wurde vom Rettungshubschrauber Christophorus 9 in die Klinik Donaustadt geflogen. Sein 16-jähriger Begleiter konnte noch rechtzeitig ausweichen und blieb unverletzt. Beide Jugendlichen trugen laut Polizei ordnungsgemäß einen Helm.
Gegenüber der Polizei gab der 16-Jährige an, dass beide mit rund 30 bis 40 km/h unterwegs gewesen seien. Die Beamten überprüften daraufhin die beiden E-Scooter – mit einem schockierenden Ergebnis: Bei einem Funktionstest erreichten beide Fahrzeuge eine Höchstgeschwindigkeit von 69 km/h.
Damit waren die E-Scooter deutlich schneller als in Österreich erlaubt. Für E-Scooter gilt eine maximale Bauartgeschwindigkeit von 25 km/h. Weil sich die Unfälle mit diesen Fahrzeugen in den letzten Jahren häufen, werden seit geraumer Zeit strengere Maßnahmen wie ein E-Scooter-Führerschein gefordert.
Gegen die beiden Jugendlichen werden nun Anzeigen an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde erstattet.