Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ist in Deutschland 2025 drastisch gestiegen. Während die allgemeinen Verkehrsunfälle nur um 2,3 Prozent zunahmen, schnellten die Crashes mit den elektrischen Tretrollern um 38,1 Prozent nach oben - von knapp 12.000 auf über 16.000 Unfälle.
Bei den Unfällen starben 38 Menschen, fast 1.900 wurden schwer und über 16.000 leicht verletzt. Besonders alarmierend: Die Zahl der Todesopfer auf E-Scootern steigt seit Jahren kontinuierlich an - von 10 im Jahr 2022 auf nun 33 im Vorjahr.
Wie es auf heise.de heißt, ist die häufigste Unfallursache mit 21,6 Prozent die falsche Benutzung von Fahrbahn oder Gehwegen. Obwohl die Fahrzeuge vorhandene Radwege nutzen müssen, ignorieren viele Nutzer diese Regel. Alkohol am Lenker ist mit 10,9 Prozent die zweithäufigste Ursache.
Auffällig ist die hohe Alleinunfallquote: 30,5 Prozent aller E-Scooter-Unfälle ereigneten sich ohne Unfallgegner. Fast die Hälfte der tödlich verunglückten Fahrenden starb bei solchen Alleinunfällen. Experten sehen Alkohol als erheblichen Faktor - rund 60 Prozent der Alleinunfälle seien auf Kontrollverlust nach Alkoholkonsum zurückzuführen.
Mehr als die Hälfte der Verunglückten war jünger als 25 Jahre. Fast die Hälfte aller E-Scooter-Unfälle ereignete sich in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Das Unfallgeschehen konzentriert sich auf die Zeit zwischen 18 und 6 Uhr sowie auf die Wochenenden.
Auch illegales Verhalten schlägt sich in der Statistik nieder: 5,5 Prozent der Verunglückten fuhren zu zweit auf E-Scootern, obwohl die Fahrzeuge nur für eine Person zugelassen sind. Bei Kollisionen mit Fußgängern trugen E-Scooter-Fahrende in 88,7 Prozent der Fälle die Hauptschuld.
Unfallforscher empfehlen unter anderem die Einführung einer Mofa-Prüfbescheinigung, die automatisch das Mindestalter auf 15 Jahre anheben würde. Eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 25 km/h lehnen sie aus Sicherheitsgründen ab.