Ab 2027

Verkehrsstrafen werden erhöht – das zahlst du künftig

Regierung will Verkehrsstrafen österreichweit vereinheitlichen. Auf Druck von Minister Hanke sollen vor allem Raser mehr zahlen. "Heute" hat Details
Angela Sellner
10.06.2026, 15:15
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Jetzt wird es für Raser in Österreich teurer. Die Bundesregierung bringt eine Novelle der Straßenverkehrsordnung und eine Anpassung der Anonymverfügungen in Begutachtung. Ziel ist ein einheitlicher Strafrahmen in allen Bundesländern – und mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen.

Die Erhöhung der Geldstrafen für deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie bei Anonymverfügungen soll der Staatskasse zudem Mehreinnahmen verschaffen. Diese werden für 2027 im Budgetbericht mit 29,9 Millionen Euro beziffert.

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Unfallzahlen steigen

Hintergrund sind die Unfallzahlen aus dem Jahr 2025. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten und auch jene der Verkehrstoten stieg deutlich an. Besonders im Fokus steht überhöhte Geschwindigkeit. 2024 waren rund 14 Prozent aller Unfälle mit Verletzten darauf zurückzuführen, 2025 bereits mehr als 16 Prozent.

Noch dramatischer ist die Lage bei tödlichen Unfällen: Bei rund einem Drittel aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge war zu hohes Tempo die Hauptursache. Im Vergleich zum Vorjahr kamen dadurch zusätzlich 15 Menschen ums Leben.

Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) macht nun Druck: "Die Sicherheit der Menschen auf Österreichs Straßen hat für diese Bundesregierung höchste Priorität", sagt er. Wer Verkehrsregeln missachte, gefährde oft nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Höhere Strafen bei Tempoverstößen

Konkret sollen die Strafrahmen bei schweren Tempoverstößen steigen. Wer mehr als 30 km/h zu schnell fährt, soll künftig mit 200 bis 5.000 Euro statt bisher 150 bis 5.000 Euro rechnen müssen.

Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ): Härtere Strafen sollen Verkehrssicherheit stärken und präventive Wirkung erhöhen .
Denise Auer
„Sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, wird leider nach wie vor als Kavaliersdelikt gesehen. Damit muss endlich Schluss sein.“
Peter HankeMobilitätsminister (SPÖ)

Noch teurer wird es bei massiven Verstößen: Bei mehr als 40 km/h zu viel im Ortsgebiet oder mehr als 50 km/h außerhalb des Ortsgebiets soll der Strafrahmen von bisher 300 bis 5.000 Euro auf künftig 400 bis 6.000 Euro steigen.

In allen Bundesländern gleich

Auch Anonymverfügungen sollen österreichweit vereinheitlicht werden. Derzeit gibt es zwischen den Bundesländern teils unterschiedliche Strafhöhen für vergleichbare Delikte. Damit soll ab 2027 Schluss sein.

Neben Autofahrern sind auch andere Gruppen betroffen. Die Anpassungen umfassen unter anderem auch Regeln für den Radverkehr.

"Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel", macht Hanke klar. "Sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, wird leider nach wie vor als Kavaliersdelikt gesehen. Die Realität zeigt jedoch, dass es einer der Hauptgründe für tödliche Verkehrsunfälle ist. Damit muss endlich Schluss sein."

Das sind die neuen Bußgelder

Bei Anonymverfügungen sollen künftig österreichweit einheitliche Strafen gelten. Neben Autofahrern sind auch andere Gruppen betroffen. Die Anpassungen umfassen unter anderem auch Regeln für den Radverkehr.

Höhere Verkehrstrafen - sie sollen ein Teil des Budgetlochs stopfen.
KI /"Heute"-Montage

Verkehrssicherheit im Fokus

"Wer massiv zu schnell fährt, gefährdet andere Menschen – dafür braucht es einen nachvollziehbaren und konsequenten Strafrahmen", erklärt ÖVP-Verkehrssprcher Joachim Schnabel.

Neos-Verkehrssprecher Dominik Oberhofer ist es wichtig, "dass es zu keiner pauschalen Erhöhung aller Verkehrsstrafen – etwa bei Parkstrafen – kommt, sondern dass gezielt jene Delikte erfasst werden, die die Verkehrssicherheit betreffen".

Bei Verstößen mit besonderer Relevanz für die Verkehrssicherheit – etwa erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen – sind eben gezielte Erhöhungen der Strafrahmen vorgesehen, um die präventive Wirkung zu stärken und gefährliches Verhalten wirksamer einzudämmen.

Bei Delikten ohne unmittelbaren Bezug zur Verkehrssicherheit, etwa bestimmten Parkverstößen, erfolgt hingegen primär eine bundesweite Harmonisierung auf das jeweils höchste bestehende Landesniveau.

Hanke: "Unser Ziel ist klar: weniger schwere Unfälle und mehr Sicherheit für alle Menschen im Straßenverkehr."

{title && {title} } sea, {title && {title} } Akt. 10.06.2026, 16:07, 10.06.2026, 15:15
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