Keine Inflations-Anpassung

Sparpaket trifft Familien: Leistungen werden gekürzt

Die Regierung plant Einschnitte bei mehreren Familienleistungen. Neben Änderungen beim Familienbonus werden auch Inflationsanpassungen ausgesetzt.
Newsdesk Heute
10.06.2026, 14:29
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Familien müssen sich auf Änderungen bei mehreren Unterstützungsleistungen einstellen. Im Rahmen des Doppelbudgets 2027/2028 plant die Bundesregierung Anpassungen beim Familienbonus Plus sowie eine weitere Aussetzung von Inflationsanpassungen.

Die Maßnahmen sollen zur Budgetsanierung beitragen. Laut den Budgetunterlagen wird dadurch im Jahr 2028 ein Konsolidierungsvolumen von rund 300 Millionen Euro erwartet.

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Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr

Gleichzeitig verweist die Regierung auf zusätzliche Investitionen im Bildungsbereich. Ab 2027 sind unter anderem mehr Mittel für ein verpflichtendes zweites kostenloses Kindergartenjahr, den Ausbau von Ganztagsschulen und eine Qualitätsoffensive in der Elementarpädagogik vorgesehen. Damit soll es zu einer teilweisen Verlagerung von Geldleistungen hin zu Sachleistungen kommen.

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft den Familienbonus Plus. Die bisherige Aufteilung zwischen den Eltern wird künftig eingeschränkt. Ziel sei es, Erwerbsarbeit stärker zu fördern und die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen zu verringern.

Neues Modell bei älteren Kindern

Für Kinder bis zum vollendeten vierten Lebensjahr bleiben die bisherigen Möglichkeiten bestehen. Für ältere Kinder gilt künftig ein neues Modell: Der Familienbonus Plus wird entweder im Verhältnis von 75 zu 25 Prozent zwischen den Anspruchsberechtigten aufgeteilt oder wie bisher jeweils zur Hälfte beantragt.

Ausnahmen sind für Kinder vorgesehen, für die erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird. Auch für getrennt lebende Eltern gelten künftig geänderte Regelungen.

Die Änderungen sollen erstmals für das Kalenderjahr 2027 beziehungsweise für Lohnzahlungszeiträume ab Jänner 2027 wirksam werden. Laut Budgetunterlagen erwartet der Staat dadurch Mehreinnahmen von 50 Millionen Euro im Jahr 2027 und jährlich 130 Millionen Euro ab 2028.

Keine Anpassung an Inflation

Zusätzlich wird die automatische Anpassung mehrerer Familienleistungen an die Inflation erneut ausgesetzt. Betroffen sind unter anderem Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag, Kinderbetreuungsgeld, Schulstartgeld und Familienzeitbonus.

Die Valorisierung dieser Leistungen war bereits für die Jahre 2026 und 2027 gestoppt worden. Nun soll die Aussetzung auch für 2028 gelten. Dadurch werden laut Regierung ab 2028 Einsparungen von rund 148 Millionen Euro pro Jahr erwartet.

Auch beim Kinderabsetzbetrag bleibt die Inflationsanpassung aus. Die bereits geltende Aussetzung für 2026 und 2027 wird um ein weiteres Jahr verlängert. Dadurch rechnet der Staat ab 2028 mit zusätzlichen Einnahmen von rund 40 Millionen Euro jährlich.

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