E-Zigaretten bald nur noch in Trafiken erhältlich

Der Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas soll ab 1. April 2015 nur noch in Trafiken erlaubt sein. Ein Gesetzesentwurf für die Aufnahme der Produkte in das Tabakmonopolgesetz liegt dem Nationalrat vor. Das Finanzministerium nennt gesundheitspolitische Bedenken und den Jugendschutz als Gründe für die geplante Maßnahme. Für die etwa 75 E-Zigarettenhändler in Österreich würde das das Aus bedeuten.

Der Verkauf von und E-Shishas soll ab 1. April 2015 nur noch in Trafiken erlaubt sein. Ein Gesetzesentwurf für die Aufnahme der Produkte in das Tabakmonopolgesetz liegt dem Nationalrat vor. Das Finanzministerium nennt gesundheitspolitische Bedenken und den Jugendschutz als Gründe für die geplante Maßnahme. Für die etwa 75 E-Zigarettenhändler in Österreich würde das das Aus bedeuten.

Für Manfred Achleitner, der einen der ersten E-Zigarettenshops in Wien betrteibt, würde die Abänderung des Gesetzes das Aus als Unternehmer bedeuten. Auch seine 19 Mitarbeiter stünden ohne Job da. Österreichweit arbeiten etwa 250 Menschen im E-Zigaretten-Handel.

Laut Achleitner haben die meisten Trafiken gar nicht die Möglichkeit, E-Zigaretten konsumentengerecht zu vertreiben. "E-Zigaretten sind sehr beratungsintensive Produkte. In meinen Geschäften dauert die Erstkundenberatung etwa eine halbe Stunde. Wie soll das eine kleine Trafik schaffen?", fragt sich Achleitner.

Tina Reisenbichler, Geschäftsführerin der Monopolverwaltung für das österreichische Tabakmonopolgesetz, sieht die Trafiken hingegen nicht überfordert: "Auch der Zigarrenverkauf ist beratungsintensiv und kein Problem für die Trafiken. Wir begrüßen die Entscheidung, E-Zigaretten ins Tabakmonopol aufzunehmen. Das sichert die Standorte der österreichischen Trafikanten." Rückgänge im Zeitungsverkauf, der abnehmende Tabakkonsum und das vermehrte Aufkommen von Lotterieannahmestellen setzt den 6.600 österreichischen Trafiken zu. Eine Erweiterung der Produktpalette im Rahmen des Tabakmonopols könnte Umsatzrückgänge abfangen.

Proteste der Unternehmer

Achleitner und seine Kollegen wollen die Neuregelung nicht so einfach akzeptieren. Vorletzten Samstag organisierten die Händler eine Demonstration vor dem Parlament. Er könne sich auch juristische Schritte vorstellen.

Das Finanzministerium, das den Gesetzesentwurf einbrachte, sieht E-Zigaretten in Trafiken einer höheren Kontrolle ausgesetzt, da bei Verletzungen die Bewilligung zum Betreiben einer Tabaktrafik entzogen werden kann.

 

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