Gefährlicher Virusausbruch

Ebola-Alarm im Kongo: Schon 900 Verdachtsfälle

Die WHO meldet dramatisch steigende Infektionszahlen im Kongo. Ein US-Arzt wird in Berlin behandelt, auch Uganda ist betroffen.
Technik Heute
25.05.2026, 14:07
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebolavirus rasant aus. Die WHO hat inzwischen mehr als 900 Verdachtsfälle registriert, darunter 101 bestätigte Erkrankungen. Die Risikostufe wurde auf "sehr hoch" angehoben.

Besonders alarmierend: Für den aktuellen Virusstamm namens Bundibugyo gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine etablierte Behandlung. Das Virus hat sich bereits über die Landesgrenzen ausgebreitet - auch Uganda meldet neue Fälle.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie Spiegel.de berichtet, wird ein im Kongo tätiger US-Arzt, der sich mit dem Virus infiziert hat, derzeit in der Berliner Charité behandelt. Seine Ehefrau und vier Kinder befinden sich als Hochrisikokontakte in Quarantäne, sind aber bislang symptomfrei.

Rebellen und Misstrauen erschweren Hilfe

Die Bekämpfung des Ausbruchs wird durch die schwierige Sicherheitslage massiv erschwert. In den östlichen Provinzen toben seit Jahrzehnten bewaffnete Konflikte, Rebellengruppen kontrollieren ganze Gebiete. Allein in der Provinz Ituri leben Hunderttausende Binnenflüchtlinge unter beengten Verhältnissen.

Hinzu kommt wachsendes Misstrauen in der Bevölkerung. In der vergangenen Woche setzten aufgebrachte Demonstranten Behandlungszelte in Brand, nachdem es Streit um die sichere Bestattung eines mutmaßlichen Ebola-Toten gegeben hatte.

Symptome und Übertragung

Ebolaviren werden durch Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten übertragen. Sie können grippeähnliche Symptome, Erbrechen und Durchfall sowie innere und äußere Blutungen verursachen. Am 17. Mai hatte die WHO bereits eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen.

{title && {title} } tec, {title && {title} } 25.05.2026, 14:07
Jetzt E-Paper lesen