Ebola: Erkrankte Krankenschwester plante Hochzeit

Ein von Ebola geheilter britischer Krankenpfleger will erneut nach Westafrika reisen, um beim Kampf gegen die Epidemie zu helfen. "Es gibt dort immer noch viel Arbeit zu tun und ich bin in der gleichen oder einer besseren Lage als zu dem Zeitpunkt, als ich mich zum ersten Mal entschieden habe, hinzugehen", sagte Will Pooley. Indes spricht der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erstmals von einer "Epidemie von globaler Größe und Gefahr".

Die an Ebola erkrankte Krankenschwester aus Texas plante gerade ihre Hochzeit. Deshalb sei sie mit dem Flugzeug quer durch die USA von Dallas nach Cleveland in Ohio und zurück geflogen, meldete der Fernsehsender ABC am Donnerstag.  Und ein von Ebola geheilter britischer Krankenpfleger will erneut nach Westafrika reisen, um beim zu helfen.

Die Krankenschwester hatte während des Rückfluges leichtes Fieber. Kurz darauf wurde die Infektion mit einem Test bestätigt - die zweite bei einer US-Krankenschwester.

Beide Frauen hatten einen vor einer Woche gestorbenen Ebolapatienten betreut. Die US-Gesundheitsbehörde CDC bestätigte, dass die Krankenschwester vor dem Rückflug um Erlaubnis gefragt habe. Die einzige Auffälligkeit war das Fieber. Die Temperatur sei aber lediglich auf 37,5 Grad erhöht gewesen. Auch die Fluggesellschaft habe bestätigt, dass die Frau keine weiteren Symptome gezeigt habe. Dennoch sollen nun alle 132 Menschen an Bord gefunden und untersucht werden.
Geheilter will wieder in Krisengebiet

Pooley hatte sich als Helfer in Sierra Leone mit Ebola infiziert. In einem Londoner Krankenhaus war der 29-Jährige mit dem experimentellen Medikament ZMapp behandelt und Anfang September geheilt entlassen worden. Jetzt will er zurück ins Krisengebiet. Viele Beteiligten sind mit seiner Entscheidung sich wieder ins Gefahrengebiet zu begeben gar nicht einverstanden. So wurden erste Stimmen laut, die forderten der Brite solle einen möglichen Rettungseinsatz bei einer neuerlichen Infektion mit dem Virus selbst zahlen.
"Krise wird noch zunehmen"

Die Ebola-Krankheit ist für den Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz eine "Epidemie von globaler Größe und Gefahr". "Die Ebola-Krise wird noch zunehmen", sagte Peter Maurer in einem Interview mit dem Portal "Yahoo Nachrichten". "Noch immer sind keine Impfstoffe vor Ort, es sterben immer mehr Menschen", gab er zu bedenken. "Damit ."

Regional lässt sich die Krankheit laut Maurer nicht eindämmen. "Es ist in unserer globalisierten Welt eine Illusion zu glauben, dass sich solch eine Krankheit lokal begrenzen lässt", sagte er. "Jeder lokale Zusammenbruch eines Systems, , birgt in sich die Gefahr einer globalen Gesundheitskatastrophe. Genau das riskieren wir gerade."

Alarm in Madrid

Der Madrider Flughafen Barajas hat wegen eines Ebola-Verdachts entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. In Zusammenhang mit einem Air-France-Flug bestehe die Befürchtung einer Ebola-Infektion bei einer Person, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Aena am Donnerstag.

Das spanische Gesundheitsministerium bestätigte die Einleitung der Maßnahmen ohne weitere Details zu nennen. Bei Air France war unmittelbar keine Stellungnahme zu erhalten.

 

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