Kurz bevor sich ein Helferteam aufmachte einen vermeintlichen Ebola-Toten in Liberia endgültig mitzunehmen und zu verbrennen, gab der Mann auf einmal wieder Lebenszeichen von sich. Die WHO kämpft indes gegen Gerüchte, dass sich die Krankheit auch über die Luft verbreitet.
Kurz bevor sich ein Helferteam aufmachte, einen Während ein Reporter über das vermeintliche Opfer berichtet, brüllt auf einmal jemand im Hintergrund "Er lebt, er lebt". Die Rettungskräfte, die den Mann schon in Folie gepackt und fürs Krematorium vorbereitet hatten, lassen von ihm ab und rufen einen Krankenwagen.
Nichtsdestotrotz, die Chancen für den Mann stehen nicht allzu gut. Laut ersten Berichten gab er nur mehr schwache Lebenszeichen von sich.
Kampf gegen Gerüchte
Immer wieder tauchen Gerüchte auf, wonach das Ebola-Virus leichter übertragen werden könnte als bisher angenommen - durch Niesen etwa. Das ist falsch. "Ebola ist keine über die Luft übertragene Erkrankung", stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Freitagnachmittag mit Hinweis auf dementsprechende Medienberichte fest.
"Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch keine Hinweise darauf oder erwarten wir, dass das Ebola-Virus so mutieren könnte, dass es auch über die Luft übertragen wird", hieß es in einer Aussendung des WHO-Ebola-Notfallprogramms in Accra (Ghana). Vielmehr würden die Menschen in den betroffenen Ländern Afrikas vor allem sterben, weil sie nicht die Versorgung bekommen, die sie benötigen. Dort sollte man dringend ansetzen.
Immer mehr Tote
Die Zahl der registrierten Ebola-Toten in Westafrika ist indes weiter gestiegen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Freitag starben bisher 3431 Menschen an der Seuche. Die Zahl der registrierten Infizierten in Guinea, Liberia und Sierra Leone sei auf 7470 gewachsen.