Ecclestone: "Schwarze oft rassistischer als Weiße"

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone
Ex-Formel-1-Boss Bernie EcclestoneImago Images
Der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sorgt mit seinen Aussagen über Rassismus in einem TV-Interview für Unmut.

Die "Black Lives Matter"-Bewegung erobert die Welt im Sturm. Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd, ein dunkelhäutiger US-Bürger, der durch den Gewalteinsatz eines weißen Polizisten ums Leben kam, protestieren rund um den Globus Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Vor dem Formel-1-Saisonstart in Spielberg (5. Juli) macht sich besonders Lewis Hamilton für das Thema stark. Der sechsfache Weltmeister ist der einzige dunkelhäutige Fahrer und kritisiert offen, dass es auch in der Königsklasse des Motorsports "people of colour" zu schwer gemacht werde.

Ein Interview des langjährigen Formel-1-Bosses, Bernie Ecclestone, bestätigt diesen Eindruck deutlich. Der 89-Jährige sagt bei "CNN" aktuell: "In vielen Fällen sind schwarze Menschen rassistischer als weiße Menschen." Diese Aussage wird anschließend nicht genauer erläutert und sorgt für einen dementsprechend großen Aufschrei in den sozialen Medien.

Ecclestone: Bildung gegen Rassismus

Auf die Nachfrage der Reporterin, wie er zu diesem Schluss gekommen sei, antwortet Ecclestone: "Gegen jede Ungerechtigkeit gegen welche Hautfarbe auch immer, muss man gleich vom Start weg vorgehen. Es ist nicht leicht, die Einstellung der Menschen zu ändern. Sie müssen es schon in der Schule lernen. Sie müssen über diese Dinge schon nachdenken, wenn sie noch aufwachsen. Ich denke, es ist komplett dumm, diese Statuen abzureißen. Sie sollten sie stehen lassen. Nehmt die Kinder um sie sich anzusehen und erklärt, was diese Leute gemacht haben und wie falsch es war was sie gemacht haben."

Erklärung: Bei den Massenprotesten wurden zahlreiche Statuen von historischen Personen abgerissen, die einen rassistischen Hintergrund hatten.

Ob die Formel 1 eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Rassimus einnehmen solle? "Ich glaube, die Menschen, die das tun müssen, sind die Zuseher. Alle, die in den Sport involviert sind, können als kleine Gruppe sehr wenig bewegen. Mich überrascht, dass sich einige Teams darüber Sorgen machen. Die Öffentlichkeit muss anfangen, darüber nachzudenken. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich die Menschen generell in den Jahren darum gesorgt haben. Sie hätten es tun sollen. Es betrifft uns alle, aber nicht alle direkt. Jeder ist zu beschäftigt damit, sich um seine alltäglichen Sorgen zu kümmern, nicht um die Dinge, die sie nicht direkt betreffen."

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