Ausnahmezustand in Ecuador nach Sensationssieg gegen Deutschland – Präsident Daniel Noboa erklärte nach dem sensationellen Aufstieg ins Sechzehntelfinale kurzerhand den Freitag zum nationalen Feiertag. Das beschloss das Staatsoberhaupt wenige Momente nach dem Abpfiff.
Noboa verfolgte das entscheidende Gruppenspiel im MetLife Stadium persönlich von der Tribüne aus. Nach dem Schlusspfiff bedankte er sich mit emotionalen Worten bei der Mannschaft und Trainer Sebastián Beccacece. "Man gibt diese Mannschaft niemals auf – schon gar nicht diese", schrieb der Präsident auf Instagram und Facebook.
Auch auf X richtete er eine Botschaft an das Team: "Danke an die Spieler und den Trainer, die trotz Kritik, Beleidigungen und schwieriger Zeiten zurückgekommen sind und dem ganzen Land diese riesige Freude geschenkt haben."
Der Jubel ist umso größer, weil Ecuador vor dem letzten Gruppenspiel unter enormem Druck gestanden war. Nur ein Sieg gegen den vierfachen Weltmeister Deutschland hielt die Hoffnungen auf das Sechzehntelfinale am Leben.
Dabei erwischte die DFB-Elf den Traumstart. Leroy Sané brachte Deutschland bereits nach weniger als zwei Minuten in Führung. Ecuador ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Nilson Angulo glich mit einem sehenswerten Distanzschuss aus, ehe Gonzalo Plata in der 77. Minute den umjubelten 2:1-Sieg perfekt machte.
Deutschland zog trotz der Niederlage dank der besseren Tordifferenz als Gruppensieger weiter. Ecuador schaffte als Gruppendritter ebenfalls den Sprung in die K.o.-Phase – und darf sich nun sogar über einen zusätzlichen Feiertag freuen.