Jetzt dürfen Schweizer endlich Schweizer heiraten

Personen vom Pro Komitee feiern in Bern das "Ja" zur Ehe für alle.
Personen vom Pro Komitee feiern in Bern das "Ja" zur Ehe für alle.PETER SCHNEIDER / Keystone / picturedesk.com
Der Super-Wahlsonntag brachte in der Schweiz bereits zu Mittag ein erstes, bahnbrechendes Ergebnis.

Progressives, das in Österreich erst verspätet Eingang findet, braucht in der Schweiz noch ein Stückchen länger. So war es etwa beim Frauenwahlrecht, das in der Schweiz erst 1971 unbeschränkt eingeführt wurde. Und so ist es auch jetzt, bei der Ehe für alle, die in Österreich (nicht durch eine Abstimmung, sondern auf Basis einer Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs) seit 1. Jänner 2019 offiziell möglich ist.

Am heutigen Sonntag wurde nicht nur in Deutschland, Oberösterreich und Graz gewählt, sondern auch in der Schweiz. Das Parlament beschloss bereits die Änderung des Zivilgesetzbuches, damit auch gleichgeschlechtliche Paare zivil heiraten können. Außerdem erhielten verheiratete Frauenpaare Zugang zur gesetzlich geregelten Samenspende.

64,2 Prozent "Ja"

Dagegen mobilisierte die rechtskonservative, stimmenstärkste SVP sowie weitere Kleinparteien. Schon in den Umfragen vor der Wahl hatte sich aber ein klares "Ja" für den Volksentscheid abgezeichnet. Kurz nach 12 Uhr lieferte "20 Minuten" dann die erste Hochrechnung.

Mit 64,2 Prozent dafür zeichnet sich dabei ein klarer Trend für die Ehe für alle ab. Mit Stand 13.20 Uhr sind schon 71 Prozent der Gemeinden ausgezählt, das Ergebnis gilt deswegen als relativ sicher. Die Schweiz ist nun das 29. Land der Welt, welches die zivilrechtliche Ehe für alle zulässt.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account leo Time| Akt:
SchweizEheHomosexualität

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen