Ehemann wollte sich mit Kind (2) aus 13. Stock stürzen

In diesem Wohnhaus konnte die Innsbrucker Polizei einen Mord und einen Suizid verhindern.
In diesem Wohnhaus konnte die Innsbrucker Polizei einen Mord und einen Suizid verhindern.Zeitungsfoto.at/Team
Heikler Polizeieinsatz in Innsbruck. Nach einem Streit wollte der 40-jährige Ehemann mit dem gemeinsamen Kind aus dem Fenster springen.

Eine 38-jährige afghanische Staatsbürgerin kam am Freitagabend um kurz nach 22 Uhr in die Polizeiinspektion Innsbruck-Bahnhof. Sie zeigte ihren 40-jährigen Ehemann wegen Gewalttätigkeiten an. Nur wenige Stunden später mussten Beamte der Polizeiinspektion Innsbruck-Pradl in die gemeinsame Wohnung der Eheleute anrücken.

Sprung aus 13. Stock

Kurz vor Mitternacht begann die Amtshandlung wegen häuslicher Gewalt. Aus diesem Grund sollte der Mann aus der Wohnung weggewiesen und mit einem Annäherungsverbot belegt werden. Daraufhin eskalierte die Situation völlig.

Noch im Beisein der Polizisten ergriff der 40-Jährige das gemeinsame, zwei Jahre alte Kind, öffnete ein Fenster und wollte sich mit diesem aus dem 13. Stockwerk stürzen. Glücklicherweise konnten die Beamten durch rasches Einschreiten einen Absprung in letzter Sekunde verhindern, dem Mann das Kind entreißen und es in Sicherheit bringen.

Zwei Polizisten verletzt

In weiterer Folge kam es zu heftigen Widerstandshandlungen, bei denen sowohl der 40-jährige Mann als auch zwei Polizeibeamte verletzt wurden. Schlussendlich konnte er festgenommen werden.

Mittlerweile befindet er sich in Polizeigewahrsam, eine Vernehmung steht noch aus. Die Ermittlungen wegen Verdacht des versuchten Mordes, Widerstand gegen die Staatsgewalt und diverser Gewaltdelikte gegen die Ehefrau werden vom Landeskriminalamt Tirol geführt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wer mit Suzid-Gedanken kämpft, kann rund um die Uhr und kostenlos Hilfe in Anspruch nehmen. Erfahrene Experten beraten und unterstützen ausführlich, unkompliziert und ohne Vorurteile.

Die Telefonseelsorge ist von 0 bis 24 Uhr unter der Nummer 142 erreichbar.

Zur Bewältigung von akuten psychosozialen Krisen kann auch das Kriseninterventionszentrum unter 01 4069595, wochentags von 10 bis 17 Uhr, helfen..

Der Männernotruf bietet Männern in Krisen- und Gewaltsituationen österreichweit rund um die Uhr eine erste Ansprechstelle: 0800 246 247.

Die Frauenhelpline gegen Gewalt bietet rund um die Uhr Informationen, Hilfestellungen, Entlastung und Stärkung – auch in Akutsituationen: 0800 222 555.

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