In einer ungewöhnlichen Kulisse hat New York seinen neuen Bürgermeister bekommen: Zohran Mamdani wurde am frühen Donnerstagmorgen in einer stillgelegten U-Bahn-Station unter dem Rathaus vereidigt.
Der linksgerichtete Demokrat und gläubige Moslem ließ sich nach Angaben seines Büros bewusst an diesem Ort in sein Amt einsetzen – als Zeichen der Nähe zur arbeitenden Bevölkerung. Nach der Vereidigung sagte Mamdani vor Journalisten, dies sei "eine Ehre und ein Privileg".
Den Amtseid nahm die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James ab, die ebenfalls als Gegnerin von Donald Trump gilt. Die große, öffentliche Amtseinführung ist für mittags vor dem Rathaus angesetzt: Sie wird vom linken Senator Bernie Sanders geleitet, eine Rede hält die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Rund 4000 geladene Gäste werden erwartet. Zusätzlich plant Mamdanis Team ein Straßenfest, bei dem Zehntausende die Zeremonie entlang des Broadway verfolgen können.
Mamdani bezeichnet sich als Sozialist und will das Leben in der 8,5-Millionen-Metropole leistbarer machen. Geplant ist unter anderem, die Mieten für mehr als eine Million Wohnungen einzufrieren. Den rechtspopulistischen US-Präsidenten Donald Trump nennt Mamdani einen "Faschisten". Mit 34 Jahren zählt er zu den jüngsten Bürgermeistern New Yorks.