Vorhersagen für 2026

Schamanen prophezeien Trump schwere Krankheit

Bei ihrem jährlichen Neujahrsritual haben peruanische Schamanen und traditionelle Heiler einen Blick in die Zukunft gewagt.
Nick Wolfinger
01.01.2026, 08:27
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Am Strand der peruanischen Hauptstadt Lima haben traditionelle Heiler und Schamanen am Montag bei ihrem jährlichen Neujahrsritual ihre Vorhersagen für das Jahr 2026 vorgestellt. Dabei warnten sie vor gesundheitlichen Problemen für den US‑Präsidenten, globalen Konflikten und großen Umbrüchen.

Bei der Zeremonie, die im Süden der peruanischen Hauptstadt stattfand, trugen die Schamanen traditionelle Anden‑Kleidung, entzündeten Räucherwerk, legten Blumen und verwendeten symbolische Gegenstände, um ihre Visionen zu verbreiten.

Trump erkrankt, Maduro flüchtet

Dabei sagten die Schamanen voraus, dass US‑Präsident Donald Trump im kommenden Jahr ernsthaft erkranken werde und riefen die Vereinigten Staaten auf, sich darauf vorzubereiten. Auch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro stand im Zentrum der Vorhersagen: Die Heiler sagten seinen politischen Niedergang voraus und behaupteten, dass er aus dem Land fliehen werde, ohne gefasst zu werden.

Frieden für die Ukraine

Einige der Prophezeiungen bezogen sich auf weltweite Konflikte, darunter die anhaltende Krise in der Ukraine. Die Schamanen äußerten die Hoffnung auf Frieden, sahen aber gleichzeitig fortbestehende Kämpfe und Unruhen. Auch Naturkatastrophen wie Erdbeben oder klimatische Störungen wurden erwähnt – typische Themen bei spiritistischen Vorhersagen dieser Art.

Modernes Medienspektakel

Die jährlich gezeigten Schamanen-Rituale in Peru sind in der heutigen Form allerdings keine uralte Zeremonie sondern eine öffentliche Inszenierung, die erst in den letzten 10-15 Jahren weltweite Beachtung erfuhr.

Deshalb werden bei den Ritualen gezielt Porträts bekannter Staatschefs gezeigt, klare und dramatische Aussagen getroffen und symbolträchtige Requisiten wie Schwerter, Rauch oder Totenköpfe eingesetzt. Ohne diese Elemente gäbe es kaum internationale Berichterstattung.

Geschickte Selbstvermarktung

Zu einem Gutteil ist das Ganze letztlich geschickte Selbstvermarktung. Viele der beteiligten "Schamanen" sind keine abgeschotteten indigenen Priester, sondern städtische "Curanderos", spirituelle Heiler und medienerfahrene Figuren.

Die internationale Aufmerksamkeit bringt ihnen Prestige, Einladungen, neue Kundschaft und spirituelle Autorität im eigenen Land. Dabei handelt es sich weniger um Täuschung als um eine Vermischung von Tradition, öffentlicher Performance und medialem Ereignis.

Prognosen wenig verlässlich

Daher darf es auch nicht verwundern, wenn frühere Vorhersagen nicht eingetreten sind. So wurde ein Ende des Ukraine-Krieges ursprünglich schon für 2023 vorhergesagt. Im Vorjahr warnten die Schamanen vor einem Atomkrieg Israels im Gazastreifen. Allerdings: Mit der Prophezeiung des Jahres 2023, der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori werde "innerhalb von 12 Monaten sterben", behielten sie recht.

Fujimori starb im September 2024 im Alter von 86 Jahren an Krebs. Ob sie bereits vor dessen öffentlicher Verkündung seiner Krebserkrankung im Mai 2024 davon wussten oder aufgrund seines Alters einfach einen Zufallstreffer landeten, sei dahingestellt.

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