Schon 100 Adoptionen

Influencer nimmt Tierheimhunde auf U-Bahn-Abenteuer mit

Ein New Yorker Influencer fährt jede Woche mit einem anderen Hund aus einem Tierheim U-Bahn, um ein neues Herrchen oder Frauchen für ihn zu finden.
Nick Wolfinger
01.01.2026, 06:54
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"Das ist das erfüllendste, was ich je getan hab". So beschreibt der New Yorker Bryan Reisberg seine ehrenamtliche Tätigkeit für ein Tierheim, die er im Juli begonnen hat. Damals beschloss der Tierfreund, sich für die zahlreichen eingesperrten Hunde in der Best Friends Animal Society im Stadtteil SoHo einzusetzen.

600.000 Hunde für 8 Millionen New Yorker

Bei acht Millionen New Yorkern, so dachte er sich, wird es doch möglich sein, ein paar hundert Hunde zu vermitteln. Über 500.000 Katzen und 600.000 Hunde leben in den Häusern und Wohnungen ihrer zweibeinigen Besitzer. Da ist noch Luft nach oben, ist Reisberg überzeugt.

Und so trat er mit einer ungewöhnlichen Idee an die Betreiber des Tierheims heran: Er kommt ab ein Mal pro Woche, um einen der Hunde auf ein "Abenteuer" in der New Yorker U-Bahn mitzunehmen. In einem von ihm selbst entworfenen und produzierten Hunderucksack – auf dem hinten "Adopt me" (adoptiere mich) aufgedruckt ist.

Pendler wollen Hunde streicheln

Das Konzept ist genial wie einfach: "Die New Yorker sind während des Berufsverkehrs unglücklich, aber wenn sie einen Hund in einem Rucksack sehen, strahlen sie. Dann wollen sie sofort den Hund streicheln", erzählt er schmunzelnd in einem Beitrag des US-Senders CBS. Positiver Nebeneffekt ist freilich auch die Aufmerksamkeit für seinen Hunderucksack, den er auf littlechonk.com verkauft.

Jedes seiner "Abenteuer" dokumentiert er dabei auf Social Media. 1,4 Millionen Fans hat seine Seite "Maxine the Fluffy Corgi" bereits. Die Seite war ursprünglich seinem eigenen Corgi "Maxine" aka "Mad Max" gewidmet, hat aber seit Start seiner U-Bahn-Adventures nochmal deutlich an Reichweite gewonnen.

Videos mit Mega-Reichweite

"Diese Zusammenarbeit hat uns buchstäblich geholfen, das Leben dieser Hunde zu retten", sagte Darryl Moore, leitender Manager für lebensrettende Programme bei der Best Friends Animal Society.

"Das hat einen ganz direkten Einfluss. Man dreht ein Video, es geht viral, und dann will jemand den Hund adoptieren", so Reisberg. Denn auch wenn er "nur" einen Hund pro Woche auf einen Ausflug "entführt", meldet sich daraufhin ein Vielfaches an Personen beim Tierheim, das durch Reisbergs Millionenpublikum enorme Aufmerksamkeit erhält.

Tierheim begeistert: 100 zusätzliche Adoptionen

Laut Moore wurden seit Beginn von Reisbergs Video-Abenteuern im Juli um 100 Hunde mehr adoptiert als im Vorjahr. "Dadurch können die Menschen die zur Adoption freigegebenen Haustiere auch außerhalb unserer Zentren sehen", sagte er.

"Es ist unbeschreiblich. Es ist wahrscheinlich das Erfüllendste, was ich je getan habe", so Reisberg zu CBS. Für ihn geht es um mehr als nur Zahlen – jeder Hund ist eine Erinnerung daran, was möglich ist, wenn die Menschen aufmerksam werden.

"Ich finde es unvorstellbar, dass so viele dieser Hunde keine liebevollen Familien haben", sagte er. "Das sind fantastische Haustiere, und ich glaube, das ist es, was die Leute vielleicht nicht erkennen." Auf all seinen Social-Media-Profilen erzielten Reisbergs erste sechs Videos laut CBS bereits mehr als 75 Millionen Aufrufe – Tendenz weiter steigend.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 01.01.2026, 06:54
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