Frist verpasst

5,2 Mio. Seiten ungeprüft: Epstein-Akten verzögern sich

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten verzögert sich weiter: 5,2 Millionen Seiten sollen von 400 Anwälten bis Ende Jänner noch geprüft werden.
Newsdesk Heute
31.12.2025, 18:17
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Die angekündigte Veröffentlichung der Epstein-Akten in den USA dürfte sich weiter verzögern: Nach Angaben aus einem Regierungsdokument, das Reuters am Dienstag eingesehen hat, muss das US-Justizministerium noch 5,2 Millionen Seiten prüfen. Dafür sollen 400 Anwälte aus vier verschiedenen Bereichen bis Ende Jänner beim Durcharbeiten der Unterlagen helfen.

Damit rückt eine endgültige Freigabe der Dokumente offenbar deutlich weiter nach hinten, als es die Politik vorgesehen hatte. Denn der Kongress hatte laut Dokument eine Frist bis 19. Dezember gesetzt. Das Weiße Haus und das Justizministerium wollten sich gegenüber Reuters zunächst nicht äußern.

Auslöser ist eine Anordnung der Trump-Regierung: Das Justizministerium soll Akten veröffentlichen, die mit strafrechtlichen Ermittlungen rund um den verstorbenen und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zusammenhängen. Er soll in den 1990er-Jahren mit US-Präsident Donald Trump befreundet gewesen sein. Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen eines Transparenzgesetzes, das der Kongress erst vergangenen Monat beschlossen hatte.

Täglich tausende Dokumente sichten

Laut dem Dokument stellen die Criminal Division, die National Security Division, das FBI sowie die US-Staatsanwaltschaft in Manhattan die insgesamt 400 Juristen. Der Prüfzeitraum sei zwischen 5. und 23. Jänner angesetzt. Wer mithilft, soll demnach täglich drei bis fünf Stunden einplanen und dabei etwa 1.000 Dokumente pro Tag sichten. Um Freiwillige zu gewinnen, würden unter anderem Homeoffice-Optionen und Anreize wie Zeitausgleich angeboten.

Weitere Dokumente entdeckt

Zusätzlich hatte das US-Justizministerium vergangene Woche erklärt, es seien mehr als eine Million weitere Dokumente entdeckt worden, die möglicherweise mit Epstein in Verbindung stehen.

Bislang seien die veröffentlichten Unterlagen stark geschwärzt gewesen – zur Frustration einiger Republikaner. Gleichzeitig habe das kaum dazu beigetragen, die Affäre zu beruhigen, die laut Reuters für die Partei mit Blick auf die Kongresswahlen 2026 zum Problem werden könnte.

Das neue Gesetz verpflichtet dazu, sämtliche Epstein-bezogenen Akten öffentlich zu machen – mit Schwärzungen, um Opfer zu schützen. Trump habe Epstein nach eigenen Angaben in den 1990ern und frühen 2000ern sozial gekannt, der Kontakt sei Mitte der 2000er abgebrochen. Er erklärte außerdem, er habe nie von Epsteins sexuellem Missbrauch gewusst.

Epstein war 2008 in Florida verurteilt worden, weil er eine Person unter 18 Jahren zur Prostitution angeworben hatte. 2019 wurde er vom US-Justizministerium wegen Sexhandels angeklagt. Noch im selben Jahr wurde Epstein tot in einem Gefängnis in New York gefunden – sein Tod wurde als Suizid eingestuft.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.12.2025, 18:17
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