Jetzt steht Andrew Mountbatten-Windsor (ehemals Prinz Andrew) wieder im Mittelpunkt des Epstein-Skandals. Der 65-Jährige ist auf einem Schwarz-Weiß-Foto zu sehen, wie er lachend quer über den Knien mehrerer Personen auf einer Couch liegt. Auch einige Mails sollen von ihm stammen, die unter anderem an Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell (63) gingen.
Doch trotz all der Verbindungen sowie einer angeblich engen Freundschaft zwischen dem Royal und dem verurteilten Sexualstraftäter, zeichnet die königliche Biografin Tina Brown in ihrem Buch ein klares Bild: Epstein habe nie viel auf den früheren Prinzen gegeben. Der Bruder von König Charles (77) sei für ihn bloß ein "nützlicher Idiot" gewesen.
In "The Palace Papers" beschreibt Brown, wie Andrew und Epstein gemeinsam ins Ausland reisten. Dort wurde Andrew dank seines Titels empfangen – Epstein durfte als sein Finanzberater mit. "Mit Andrew als Aushängeschild konnte Epstein mit zwielichtigen Gestalten ins Geschäft kommen", so die Autorin.
Auch Biograf Andrew Lownie sieht Andrew als leichtes Opfer: Der 65-Jährige sei für jemanden wie Epstein "eine leichte Beute" gewesen. In seinem Buch "Entitled: The Rise and Fall of the House of York" schreibt er, der zweifache Vater sei bloß benutzt worden.
Epstein habe die Unzufriedenheit von Andrew als ewiger Zweiter ausgenutzt. Durch die Freundschaft mit dem umstrittenen US-Millionär fühlte sich Andrew plötzlich wieder wichtig – war eingeladen auf exklusive Partys und Teil von Luxusgeschäften.