"Ein großer Schock!" Gasser fährt für toten Freund

Anna Gasser und der viel zu früh verstorbene Marco Grilc.
Anna Gasser und der viel zu früh verstorbene Marco Grilc.Instagram / Anna Gasser
Anna Gasser und Clemens Millauer trauern um ihren Freund Marko Grilc. Jetzt treten die ÖSV-Stars für den Ex-Snowboarder im Big Air an.

Der Big Air am kommenden Wochenende in Steamboat (USA) ist der zweite und zugleich letzte in der Weltcupsaison 2021/22 für die Freestyle-Snowboarder. Eine Kristallkugel wird in dieser Disziplin in diesem Winter nicht vergeben, denn dazu wäre die Austragung von drei Bewerben notwendig gewesen. Der ÖSV ist beim Contest im US-Bundesstaat Colorado mit Olympiasiegerin Anna Gasser sowie Moritz Amsüss und Clemens Millauer vertreten.  
     
Gasser und Millauer standen am Sonntag bei der Abreise in die USA noch unter dem Eindruck des Todes ihres engen Freundes Marko Grilc. Die slowenische Snowboard-Ikone war in der Vorwoche am Tiefenbachgletscher in Sölden bei einem Sturz im freien Gelände ums Leben gekommen. "Die Nachricht von Marcos Tod war ein großer Schock. Er war ein sehr guter Freund und immer eine große Inspiration für uns. Wir werden den Contest in Steamboat auch im Gedenken an ihn fahren", sagte Anna Gasser, die am gestrigen Dienstag mit ihren Teamkollegen das erste Training absolvierte – und das bei eher ungewöhnlichen Bedingungen für diese Jahreszeit in Colorado.  

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"Es ist tagsüber eher warm und hat bis auf ein weißes Band für den Kicker auch nicht viel Schnee. Normalerweise ist es hier Anfang Dezember kalt und tief winterlich. Da wir am Dienstag in der letzten Gruppe trainiert haben, waren der Anlauf und die Landung schon ziemlich verspurt, dafür bin ich mit dem Kicker eigentlich ganz gut zurechtgekommen", berichtete Gasser, die für den weiteren Verlauf der Woche andere Verhältnisse erwartet. "Die Qualifikation am Donnerstag und das Finale am Samstag finden bereits am frühen Vormittag statt. Da es in der Nacht ziemlich stark abkühlt, ist mit eher harten bis eisigen Bedingungen zu rechnen", ergänzte Gasser.
     
Während der Big Air in Steamboat für die Kärntnerin ein letzter Kräftevergleich mit den Konkurrentinnen vor den Winterspielen in Peking ist, geht es für Amsüss und Millauer um wichtige Punkte in der Olympia-Qualifikation. "Ich weiß, dass ich die Sprünge habe, um in das Finale zu fahren. Nach meinen Trainingsleistungen zuletzt im Stubaital bin ich optimistisch, dass mir das hier auch gelingt", meinte ein zuversichtlicher Millauer.

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