Ein Schulstart unter besonderen Umständen

So funktioniert der Schnelltest in der Schule.
So funktioniert der Schnelltest in der Schule.Bildungsministerium/Martin Lusser
Am Montag startet auch in Oberösterreich wieder die Schule. Coronabedingt allerdings unter ganz besonderen Umständen.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen waren seit November nicht mehr in der Schule, die Kleineren waren zuletzt ebenfalls im Distance-Learning. Nach den vorgezogenen Semesterferien startet am Montag wieder der "normale" Schulalltag. 

Ganz normal ist es allerdings weiterhin nicht. Denn es wird - mit Ausnahme der Volksschulen - nur die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in den Klassen im Präsenzunterricht anwesend sein. Die Klassen werden geteilt. Eine Hälfte ist am Montag und am Dienstag in der Schule, die andere am Mittwoch und am Donnerstag. Am Freitag gibt es für alle dann Distance-Learning.

Online-Stunden von daheim

Jene Kinder, die daheim sind, werden mit Hausaufgaben und Übungen beschäftigt sein, sie haben also nicht frei. Es gibt allerdings auch Schulen, an denen die "Daheimgebliebenen" mittels Videoschaltung von daheim am Unterricht teilnehmen werden. Das kann jede Schule autonom entscheiden, so die Bildungsdirektion.

Neu sind auch Tests, die sogenannten Nasenbohrertests, die in den Klassen gemacht werden. Daran werden auch die Lehrerinnen und Lehrer teilnehmen. Allerdings gibt es auch einige Eltern, die diese Tests nicht machen lassen wollen. Die Kinder dieser Personen werden dann im Distance-Learning unterrichtet.

Wie lange das so bleibt, hängt natürlich von der Entwicklung der Pandemie ab.

Große Verunsicherung

Unterdessen warnt die Arbeiterkammer vor den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Eltern. Eine Erhebung der AK Oberösterreich in drei Befragungswellen zwischen April und November 2020 zeigt die zunehmende Verunsicherung der Eltern auf: Je länger die Kinder im Corona-Modus unterrichtet werden, desto mehr und tiefer werden die Sorgenfalten der Eltern. Sie beklagen Lernrückstände, fühlen sich durch die schwierige Vereinbarkeit von Kinderbetreuung, Lernunterstützung und Berufstätigkeit belastet und sorgen sich zunehmend um die Gesundheit ihrer Kinder.

"Bildungspolitik und Schulen sind massiv gefordert. Sie müssen die Kinder beim Lernen unterstützen, vermehrt auch individuell, neue Förderangebote schaffen und für die Sicherheit von Kindern und Lehrkräften sorgen", sagt deshalb AK-Präsident Johann Kalliauer.

Antigentests für Kindergärten

Auch in den Kindergärten startet am Montag wieder so etwas wie ein Normalbetrieb. Und um auch Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen zu schützen, hat das Land OÖ zusätzlich mehr als 45.000 Antigen-Selbsttests angekauft, die sich bereits in der Auslieferung befinden.

"Wer in dieser so herausfordernden Zeit wertvolle Arbeit leistet und stets für unsere Kleinsten da ist, soll seine Arbeit möglichst sicher ausüben können. Auch wenn die Antigen-Selbsttests vom Bund im Zuge der Berufsgruppentestung nicht anerkannt werden, bieten sie dennoch eine zusätzliche Möglichkeit, um persönliche Gewissheit über seinen Gesundheitszustand zu erlangen", betont LH-Vize Christine Haberlander (ÖVP).

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