Die nächste schlechte Nachricht für die heimische Wirtschaft ist da! Die ADA Möbelwerke Holding AG und die ADA Möbelfabrik GmbH haben am Landesgericht Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.
Das Traditionsunternehmen will dennoch weitermachen - allerdings in abgespeckter Form. Ziel ist es, zentrale Teile der Gruppe zu erhalten. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die schwierige Lage am Markt.
"Grund für die Sanierung ist vor allem die negative Marktentwicklung und der Strukturwandel, der die gesamte europäische Möbelbranche erfasst hat: Anhaltende Konsumzurückhaltung, der beschleunigte Rückgang des stationären Möbelhandels und ein massiver Konsolidierungsdruck im Markt haben auch die ADA Gruppe erfasst", heißt es.
Die Zahlen zeigen die Dimension: Rund 30 Millionen Euro Schulden stehen zu Buche. Betroffen sind vor allem große und institutionelle Gläubiger. In Österreich arbeiten rund 180 Mitarbeiter für das Unternehmen, das Standorte in Raaba und Anger sowie im Ausland betreibt.
Bereits in den vergangenen Jahren hatte ADA versucht, gegenzusteuern - mit Einsparungen, Anpassungen in der Produktion und einer strategischen Neuausrichtung. Doch die Lage spitzte sich weiter zu.
"Seit dem Jahreswechsel hat sich jedoch ein Rückgang des Bestelleingangs um durchschnittlich 20 Prozent unter den Erwartungen eingestellt. Trotz intensiver Gegenmaßnahmen hat die Kombination aus schwierigem Gesamtmarktumfeld und drastisch einbrechender Nachfrage im ersten Quartal 2026 die Ertragslage des Unternehmens zusätzlich belastet", so das Unternehmen.