Österreich-News

Zahl der Einbürgerungen wegen Corona gesunken

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Zahl der Einbürgerungen in Österreich stark gesunken. 
Heute Redaktion
19.08.2020, 11:41

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 ist die Zahl der Einbürgerungen in der ersten Jahreshälfte 2020 um 20,5 Prozent gesunken, von 5.349 auf 4.254. Grund dafür ist die weltweite Corona-Pandemie. Der seit seit mehreren Jahren anhaltende Trend steigender Einbürgerungszahlen hat sich laut Statistik Austria damit nicht fortgesetzt.

Mehr als ein Drittel in Österreich geboren

Schon in den ersten drei Monaten meldete die Statistik Austria im Mai ein Minus von 11,3 Prozent. Mehr als ein Drittel der eingebürgerten Personen wurde bereits in Österreich geboren. Die meisten Personen stammen aus Serbien, Bosnien, Türkei, Kosovo oder dem Iran. Insgesamt kommen über 40 Prozent aus diesen Ländern.

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Höchster Rückgang im Burgenland

Der Trend der sinkenden Einbürgerungszahlen spiegelt sich auch im Bundesländer-Vergleich wider. Bis auf Kärnten gab es in allen Bundesländern einen Rückgang. Der größte prozentuelle Rückgang wurde im Burgenland verzeichnet (minus 32,7 Prozent auf insgesamt 72 Einbürgerungen). In Wien war es ein Minus von 28,2 Prozent auf 1.685.

Der überwiegende Teil der Einbürgerungen im 1. Halbjahr erfolgte laut Statistik Austria aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter fallen etwa Personen mit sechs- bzw. zehnjährigem Wohnsitz in Österreich oder "besonders berücksichtigungswürdigen Gründe."

Einbürgerungen 1. Halbjahr 2020
picturedesk.com

Dazu zählen u. a. nachgewiesene Deutschkenntnisse und nachhaltige Integration, EWR-Staatsangehörigkeit, Geburt in Österreich und eine Asylberechtigung.