Warschau rückt als Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft ins Rampenlicht des Tourismus. Es ist eine Stadt, die sowohl für Kulturinteressierte, als auch für Partylöwen viel zu bieten hat. Ein Wochenendtrip ist durchaus empfehlenswert.
Die polnische Hauptstadt steckt mitten in den Vorbereitungen für die gemeinsam mit der Ukraine ausgetragene Europameisterschaft. Dazu gehören etwa die Modernisierung des Chopin-Flughafens, die Renovierung des Ostbahnhofs oder die Optimierung der Straßenbahnlinien. Von den Verbesserungen der Infrastruktur profitieren nicht nur Fußball-Fans, sondern alle Touristen. Das macht das ohnehin schöne Warschau noch attraktiver.
Paläste, Schlösser und ein Wolkenkratzer
Die Altstadt von Warschau ist überaus schön. Ein Spaziergang zum Königsschloss und dem davor liegenden, dreieckigen Platz lohnt sich. In Warschau gibt es noch viel mehr prunkvolle Gebäude - es ist eine Stadt der Schlösser und Paläste. Viele Hochadelsfamilie hatten hier früher ihren Sitz, obwohl die Hauptstadt damals Krakau war. Beispiele dafür sind der Wilanów-Palast oder der Lazienki-Palast.
Sehenswert ist auch der Kultur- und Wissenschaftspalast, mit 231 Metern das höchte Gebäude Polens. Der Wolkenkratze - der Name Palast wirkt unpassend - beherbergt mehrere Museen, Kinos und ein Restaurant. Außerdem ist das repräsentative Bauwerk Sendeanlage für mehrere Radiosender.
EM-Stadion als neues Wahrzeichen
Eines der neuen Wahrzeichen ist der für die Europameisterschaft erbaute Nationalstadion, in dem beispielsweise das Eröffnungsspiel und eines der Halbfinalspiele stattfinden. Die moderne Arena ist vollständig überdacht, das Dach kann geöffnet werden. Vier große Vidiwalls über dem Mittelkreis sorgen dafür, dass jeder etwas sieht. Denjenigen, die keine Karten haben, bietet sich die Möglichkeit des Public Viewing, wie etwa um den Kulturpalast, wo tausende Menschen Platz finden.
Die wohl berühmteste Warschauerin ist die französisch-polnische Physikerin Marie Curie, die Entdeckerin der Radioaktivität. Ihr Geburthaus in Warschau ist heute ein Museum. Auch über den polnischen Komponisten Frédéric Chopin stolpert man nicht nur in dem ihm gewidmeten Museum, sondern an jeder Ecke. Sogar der Flughafen ist nach ihm benannt.
Nachtleben und Einkaufen in Warschau
Auch das Fortgehen kommt nicht zu kurz. Es gibt zahlreiche trendige Locations, wie das derzeit besonders angesagte "Underground" (House/Dance), den "Club 70" (Für den Eintritt von umgerechnet etwa 4,60 Euro ist das Bier frei) oder den eher teuren und exklusiven "Opera Club".
In Warschau lässt sich auch sehr gut einkaufen. Ein heißer Tipp ist das neue Einkaufszentrum Zlote Tarasy, wo sich rund 200 Geschäfte unter einer außergewöhnlichen Dachkonstruktion befinden. Aber nicht vergessen: In Polen gibt es noch keinen Euro - es wird mit Zloty gezahlt (1 Euro entspricht etwa 4,4 Zloty). Die Preise für Unterkunft und Verpflegung sind generell niedriger als in Österreich, Warschau ist aber sicherlich teurer als andere polnische Städte.
Name in der Landessprache:Warszawa
Einwohner:1,7 Millionen
Besonderheit: UNESCO-Weltkulturerbe
Stadion: Stadion Narodowy w Warszawie
Stadioneröffnung: 29. Februar 2012
Stadionkapazität: 50.000 Zuseher
EM-Plan: 3 Spiele der Gruppe A, ein Viertelfinalspiel, ein Semifinalspiel