Muss Jürgen Klopp Red Bull doch früher als geplant verlassen? Nachdem die "Salzburger Nachrichten" zuletzt über einen möglichen Abschied des Deutschen berichtet und Oliver Glasner als möglichen Nachfolger ins Spiel gebracht hatten, reagierte Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zunächst mit einem klaren Dementi.
Doch nun sorgt ein Bericht der französischen Zeitung "L’Equipe" erneut für Spekulationen. Demnach soll Klopp innerhalb des Red-Bull-Fußballnetzwerks nicht unumstritten sein. Vor allem bei RB Leipzig hinken die sportlichen Ergebnisse den Erwartungen hinterher. Trotz fehlender Europacupbelastung liegt der Klub derzeit nur auf Rang fünf. Trainer Ole Werner, den Klopp im Sommer selbst empfohlen haben soll, steht laut Bericht bereits unter Druck.
Auch beim Projekt in Paris soll es Unstimmigkeiten geben. Red Bull hält 10,6 Prozent am FC Paris, Klopp ist dort regelmäßig vor Ort. Allerdings sollen die Zuständigkeiten innerhalb der Klubstruktur nicht klar definiert sein.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte die Trainerentscheidung nach der Entlassung von Stéphane Gilli. Laut "L’Equipe" sei Klopp bei der Wahl seines Nachfolgers nicht eingebunden gewesen. Am Ende übernahm Antoine Kombouaré den Posten.
Unterdessen spekuliert Sky Schweiz, dass Klopp möglicherweise schneller als erwartet über eine Rückkehr auf die Trainerbank nachdenken könnte.
Auch Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß meldete sich zu Wort und stellte die aktuelle Rolle des Deutschen infrage: "Jürgen Klopp gehört auf den Fußballplatz. Er ist keiner, der Vorträge hält und um die Welt reist. Seine größte Stärke ist der Umgang mit Spielern und wie er sie motiviert. Aber wie willst du etwas pushen, wenn du in Leipzig bist und kurz darauf schon wieder in Salzburg oder Brasilien?"