Regierung verschärft jetzt Corona-Regeln wegen Delta

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne)
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne)HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Eigentlich wollte man ab 22. Juli weiter öffnen, wegen der Ausbreitung der Delta-Mutante in Österreich kommen aber jetzt neue Verschärfungen.

Rund 90 Prozent der Neuinfektionen in Österreich gehen schon auf die viel ansteckendere Delta-Variante zurück. Aus diesem Grund wurde am heutigen Donnerstag kurzfristig eine Corona-Taskforce einberufen. Das Ergebnis: Maßnahmen werden wieder verschärft!

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) – Kanzler Sebastian Kurz weilt noch in den USA – haben am Abend die drei neuen Regeln vorgestellt: 

1. Nachtgastronomie

Ab 22. Juli ist der Zugang zur Nachtgastronomie nur mehr für geimpfte Personen und Personen mit aktuellem negativem PCR-Testergebnis (maximal 72 Stunden ab Probenahme) möglich.

Der Hammer für alle, die das Virus bereits überstanden haben: Genesene dürfen ohne Impfung oder PCR-Test nicht mehr in Discos & Co.! Mehr dazu HIER >

2. Grüner Pass

Beim Grünen Pass gibt es eine Änderung für Geimpfte: Ab 15. August gibt es das Zertifikat erst bei vollständiger Immunisierung, also nach dem zweiten Jauckerl. Dafür ist der QR-Code direkt ab dem Tag nach dem 2. Stich gültig.

Die Regelungen für Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft werden sowie für Genesene und Getestete bleiben unverändert.

3. Kontaktdatenerfassung

Die Registrierungspflicht in der Gastronomie und bei Veranstaltungen sollte eigentlich mit 22. Juli fallen. Daraus wird nun nichts, die Kontaktdatenerfassung bleibt bis auf Weiteres verpflichtend.

Das sagt Mückstein dazu

"Die aktuelle Ausbreitung der Deltavariante ist für mich Anlass zu Sorge und ein klarer Handlungsauftrag. In der heutigen Sitzung der Corona-Taskforce wurden verschiedene Handlungsmöglichkeiten besprochen und ich freue mich sehr, dass wir so schnell eine Einigung erzielen konnten", sagt der Gesundheitsminister und erneuert seinen Appell:

"Unser wichtigstes Instrument im Kampf gegen die Pandemie bleibt die Impfung. Darauf liegt auch weiterhin unser Fokus und ich appelliere einmal mehr an alle Jungen sowie auch die Älteren, die noch nicht geimpft wurden: Bitte lassen Sie sich impfen! Das ist der wirksamste Schutz gegen eine schwere Erkrankung!"

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP)
Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP)Tobias Steinmaurer / picturedesk.com

"Freiheiten beibehalten"

Köstinger ergänzt: "Sicherheit geht vor. Wir haben immer vereinbart, dass wir Maßnahmen zielgerichtet dort setzen werden, wo es notwendig ist, wenn die Infektionszahlen steigen. Niemand will die Rücknahme von Öffnungsschritten, daher treffen wir jetzt Vorkehrungen in jenen Bereichen, aus denen wir eine zunehmende Infektionsentwicklung feststellen."

Die nunmehr vereinbarten Maßnahmen böten größtmögliche Sicherheit, mit möglichst wenig Einschränkung, so die Tourismusministerin weiter. Sie verstehe, dass junge Menschen feiern und das Leben genießen wollen, bekräftigt aber: "Indem Gäste ab 22. Juli nur mit Impfung oder PCR-Test Zutritt zur Nachtgastronomie bekommen, können wir die erst kürzlich zurückgewonnen Freiheiten beibehalten."

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