Einkaufs-Verbot! Harte Kontrollen & Strafen für Wiener

Geschäfte im Burgenland öffnen am Montag, doch Wiener dürfen nicht einkaufen.
Geschäfte im Burgenland öffnen am Montag, doch Wiener dürfen nicht einkaufen.McArthurGlen Designer Outlet Parndorf / OTS (Symbolbild)
Das Burgenland beendet am 19. April den Lockdown und öffnet damit auch wieder den Handel. Für Wiener Autofahrer wurden strenge Kontrollen angekündigt.

In wenigen Tagen ist es endlich so weit und das Burgenland beendet den "harten" Lockdown. Das hat Landeschef Hans Peter Doskozil am gestrigen Mittwoch offiziell verkündet. Schüler kehren ab Montag wieder in den Präsenzunterricht in die Klassenzimmer zurück und auch der Handel darf wieder aufsperren. Sehr zur Freude von Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will, der Doskozil für diesen Schritt dankbar ist.

"Der Handel hat immer bewiesen, dass er kein Corona-Hotspot ist", stellt Will gegenüber "Heute" klar. Während das Burgenland wieder öffnet, bleiben die beiden anderen östlichen Bundesländer Wien und Niederösterreich bis 2. Mai weiter im Lockdown – auch der Handel muss damit weiter zu bleiben. Für die Wiener Bevölkerung gilt im Burgenland aber ein striktes Einkaufs-Verbot, die Polizei hat scharfe Überprüfungen von Autofahrern angekündigt.

Besonders auf Kennzeichen aus Wien und Niederösterreich werden die Beamten dabei achten. "Wir werden im normalen, regulären Streifendienst die Covid-Bestimmungen einhalten und Übertretungen auch dementsprechend ahnden. Wenn es jetzt um Örtlichkeiten geht, die eine größere Anzahl von Menschen erwarten lassen, dann wird dort verstärkt kontrolliert", erklärt Helmut Marban, Sprecher der Polizei Burgenland, gegenüber "Wien heute".

Bis zu 1.450 Euro Strafe

Laut Marban werde es "im Umkreis von Einkaufszentren" also schärfere Überprüfungen der Polizei geben. Sollte man beim "illegalen Shoppen" erwischt werden, drohen saftige Strafen von bis zu 1.450 Euro. Wiener dürfen das Burgenland aber natürlich weiterhin besuchen, etwa für einen Ausflug an den Neusiedlersee zur psychischen und physischen Erholung. Auch einem Spaziergang in Parndorf steht nichts im Weg.

Die uneinheitliche Lockdown-Lösung in der eng verwobenen Ostregion bereitet den Wiener Händlern jedenfalls große Sorgen. Margarete Gumprecht, Spartenobfrau des Handels in der Wirtschaftskammer Wien, erklärt: "Ich freue mich zwar für die burgenländischen Kollegen, aber besser wäre in Zeiten einer Pandemie das gemeinsame Vorgehen. Nur so profitieren alle davon."

"Sind bereit fürs Aufsperren"

Jetzt sei die Solidarität der Wiener Bevölkerung mit den Fachgeschäften ihres Bundeslands gefragt. "Wer auch in Zukunft in belebten Grätzeln leben möchte, muss auch in schwierigen Zeiten bei diesen Betrieben einkaufen", so die Handelsobfrau. Rund 12.000 Wiener Händler bieten Services wie Click und Collect oder Call und Collect an.

Außerdem stellt Gumprecht klar: "Wir sind die einzige Hauptstadt Europas mit kostenlosen, flächendeckenden PCR-Tests. Das Projekt ,Alles gurgelt‘ und die vielen weiteren Testangebote sind eine gute Basis für ein sicheres Öffnen. Gemeinsam mit den bereits erprobten Sicherheitskonzepten kommen wir damit durch die Krise. Wir sind bereit fürs Aufsperren."

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