Preis-Check

Eis-Schock: In Österreich kostet Magnum bis 78 % mehr

Ein Preisvergleich zeigt große Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland. Für beliebte Eissorten zahlen Kunden hier teils deutlich mehr.
Österreich Heute
12.07.2026, 14:52
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Schock-Nachricht zum Start der Sommerferien: Wer in Österreich zu Speiseeis greift, muss meist deutlich mehr bezahlen als unsere Nachbarn in Deutschland. Das zeigt ein neuer Preis-Check von foodwatch Österreich. Das Ergebnis: Alle 20 untersuchten Eis-Produkte waren hierzulande teurer – im Schnitt um rund 50 Prozent.

Besonders groß ist der Preisunterschied bei Magnum Mini. Während die Sechserpackung in Wien 7,99 Euro kostet, ist sie in München bereits um 4,49 Euro erhältlich. Das entspricht einem Preisaufschlag von 78 Prozent.

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Auch bei anderen bekannten Marken fällt der Unterschied deutlich aus. Calippo ist laut foodwatch in Österreich um 70 Prozent teurer, Viennetta kostet um 67 Prozent mehr. Insgesamt waren neun der 20 verglichenen Produkte hierzulande um mehr als 50 Prozent teurer.

"Systematisch zur Kasse gebeten"

"Der Eis-Check zeigt einmal mehr: Konsumenten in Österreich werden systematisch zur Kasse gebeten. Es geht hier nicht um ein paar Cent Unterschied, sondern um Preisaufschläge von bis zu 78 Prozent für dieselben Produkte, von denselben Konzernen", sagt Miriam Maurer von foodwatch Österreich.

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"Dieser Österreich-Aufschlag ist das Ergebnis eines unfairen Systems. Damit muss endlich Schluss sein."

Warum Eis in Österreich teurer ist

Nach Ansicht von foodwatch liegt die Ursache nicht bei den Supermärkten, sondern bei den sogenannten territorialen Lieferbeschränkungen.

Die großen Konzerne im Hintergrund könnten dadurch verhindern, dass österreichische Händler dieselben Produkte günstiger im Ausland einkaufen. Dadurch müssten Supermärkte hierzulande höhere Einkaufspreise bezahlen, die schließlich an die Kunden weitergegeben würden.

"Territoriale Lieferbeschränkungen zementieren künstliche Preisgrenzen mitten in Europa. Während Konzerne vom EU-Binnenmarkt profitieren, werden Konsument:innen in Österreich vom günstigeren Einkauf abgeschnitten. Das ist unfair, intransparent und teuer", so Maurer.

EU diskutiert Verbot

Derzeit wird auf EU-Ebene über ein Verbot dieser territorialen Lieferbeschränkungen diskutiert. Aus Sicht von foodwatch wäre das ein wichtiger Schritt gegen die hohen Lebensmittelpreise in Österreich.

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