Welche Geräusche und Gerüche uns zu Hause ganz besonders am Nerv gehen, hat eine aktuelle Studie von ImmoScout24 erforscht.
Demnach fühlen sich rund acht von zehn Befragten durch Lärm gestört. Fast jeder Zweite ärgert sich über unangenehme Gerüche. Nur 16 Prozent geben an, sich weder von Geräuschen noch von Gerüchen beeinträchtigt zu fühlen.
An der Spitze der größten Ärgernisse steht ausgerechnet Müllgeruch. 34 Prozent nennen ihn als größten Störfaktor. Fast genauso viele fühlen sich durch Baulärm oder laute Gespräche und Streit in der Nachbarschaft gestört. Auch Straßenlärm zählt für viele zu den größten Belastungen.
Etwas dahinter folgen lautes Telefonieren, laute Musik, Lärm im Stiegenhaus sowie Schritte oder Trampeln aus der Nachbarwohnung. Überraschend: Kinderlärm empfinden lediglich 18 Prozent als störend. Noch gelassener reagieren die Befragten auf Haustiere – nur sechs Prozent nennen Tiergeräusche als Problem.
Auch beim Alter zeigen sich Unterschiede. Jüngere Menschen stören sich besonders häufig an Baustellenlärm und an lauten Schritten aus benachbarten Wohnungen. Bei den 50- bis 65-Jährigen sorgen hingegen vor allem lautes Telefonieren und Musik für Ärger.
Interessant ist auch der Blick auf Familien. Während sich in kinderlosen Haushalten 22 Prozent über Kinderlärm beklagen, sind es bei Menschen mit eigenen Kindern nur fünf Prozent. Wer selbst Kinder hat, reagiert auf spielende oder lautere Kinder offenbar deutlich gelassener.
Vergleichsweise selten werden Gerüche oder Geräusche aus Industrie, Gastronomie oder Gewerbebetrieben als störend empfunden. Sie liegen in der Umfrage deutlich hinter Müllgerüchen, Baulärm und lautstarken Nachbarn.