Interpol-Großeinsatz

5.800 Festnahmen bei weltweiter Betrugs-Razzia

Bei der Aktion "First Light 2026" wurden Tausende Verdächtige geschnappt und 293 Millionen Dollar sichergestellt. Österreich war dabei.
Newsdesk Heute
11.07.2026, 20:48
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Ermittler aus 97 Ländern haben bei einer koordinierten Großaktion gegen Online-Betrug hart durchgegriffen. Im Rahmen der von Interpol geleiteten Operation "First Light 2026" wurden zwischen Mitte Jänner und Ende April weltweit 5.811 Verdächtige festgenommen.

Die Behörden stellten dabei illegale Vermögenswerte im Wert von 293 Millionen US-Dollar sicher. Weltweit wurden mehr als 142.000 Opfer ermittelt und 31.014 Bankkonten gesperrt.

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Wie heise.de berichtet, konzentrierte sich der Einsatz auf die Bekämpfung von Social-Engineering-Betrug: darunter E-Mail-Betrug bei Firmen, Sextortion, Romance Scams, Identitätsdiebstahl und Anlagebetrug sowie damit verbundene Geldwäsche.

Betrüger täuschten mit einer falschen Polizeiwache

In Eswatini zerschlug die Polizei ein kriminelles Netzwerk mit 82 Festnahmen. Die Betrüger hatten sogar eine täuschend echte Nachbildung einer brasilianischen Polizeiwache aufgebaut - komplett mit gefälschten Uniformen und Ausrüstung. Per Videoanruf gaben sie sich als brasilianische Bundespolizei aus und verleiteten Opfer dazu, Geld zur angeblichen "Sicherstellung" zu überweisen.

In Thailand wurden zwei Personen geschnappt, die illegal erlangte Gelder aus Romance Scams in Kryptowährungen wuschen. In Singapur und im Oman blockierten die Behörden eine illegale Überweisung von 6,6 Millionen US-Dollar, die mit E-Mail-Betrug zusammenhing.

Auch Österreich war dabei

Die Operation wurde vom chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit finanziert. Beteiligt waren unter anderem Österreich, Dänemark, Frankreich, Liechtenstein, Großbritannien und die USA. Die Schweiz und Deutschland waren hingegen nicht Teil der Aktion.

"Kriminelle Netzwerke nutzen die menschliche Psychologie aus, um ihre Opfer zu manipulieren", erklärte Tomonobu Kaya, Leiter des Interpol-Zentrums für Finanzkriminalität. Kein Land könne sicher sein, solange nicht alle Staaten gemeinsam dagegen vorgehen.

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