Interpol fahndet nach Frau

Anschlag auf Oligarchen – jetzt brisanter Verdacht

Nach einer Paketbombenexplosion in Monaco sucht Interpol eine Ukrainerin wegen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Newsdesk Heute
03.07.2026, 12:31
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Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein Geschäftsmann mit ukrainischen Wurzeln schwer verletzt wurde, sucht Interpol jetzt nach einer Ukrainerin. Die 39-jährige Anastasija Beresowska wird in Monaco wegen versuchten Mordes, dem Platzieren eines Sprengsatzes mit krimineller Absicht und wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung gesucht, teilte die internationale Polizeiorganisation am Freitag in ihrem Fahndungsaufruf mit.

Auf zwei Fahndungsfotos ist eine Frau mit halblangen braunen Haaren und einem schwarz-weiß-gestreiften T-Shirt zu sehen. Auf ihrem rechten Oberarm trägt sie ein Tattoo, laut Interpol vermutlich eine Schlange. Die Verdächtige spricht laut den Angaben Deutsch. Nach Informationen der französischen Zeitung "Le Figaro", die am Donnerstag als Erste über den Verdacht gegen eine Frau berichtet hat, lebt die Gesuchte in Deutschland.

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Die Staatsanwaltschaft von Monaco hat am Donnerstag einen Haftbefehl ausgestellt, aber vorerst keine weiteren Details genannt. Bei der Tat am Montagabend hat eine Person ein Paket in der Eingangshalle eines Wohnhauses in Monaco abgelegt. Kurz darauf ist der Sprengsatz explodiert. Die drei Bewohner – ein Paar und ein 13-jähriger Bub – sind gerade nach Hause gekommen und wurden verletzt.

Nach übereinstimmenden Informationen handelt es sich bei den Opfern um den 58-jährigen Multimillionär Wadym Jermolajew, einen Unternehmer mit ukrainischen Wurzeln, seine Partnerin und den Sohn der beiden. Jermolajew hat sich in der ostukrainischen Stadt Dnipro als skrupelloser Immobilienunternehmer einen Namen gemacht. Der Geschäftsmann, der die ukrainische Staatsbürgerschaft schon vor Jahren abgegeben und mittlerweile einen zyprischen Pass hat, gehörte jahrelang zu den 100 reichsten Menschen in der Ukraine.

In der Ukraine zählt Jermolajew zum sogenannten "Monaco-Bataillon", einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des Kriegs gegen Russland an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 steht Jermolajew in der Ukraine unter Sanktionen wegen seiner Geschäfte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim.

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