Explosion im Fürstentum

Kein Terror! Monaco-Bombe war Mordversuch

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordversuchs. Hinweise auf einen Terroranschlag gibt es nicht.
Newsdesk Heute
30.06.2026, 14:43
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Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes. Bei der Detonation wurden mehrere Menschen verletzt, darunter ein aus der Ukraine stammender Oligarch und seine Familie.

Der Staatsanwalt des Fürstentums, Stéphane Thibault, erklärte am Dienstag, dass es derzeit keine Hinweise auf einen Terroranschlag gebe. Zur Identität der Opfer äußerte er sich nicht.

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Frau schwebt in Lebensgefahr

Mehreren Quellen zufolge handelt es sich um den aus der Ukraine stammenden Geschäftsmann Wadym Jermolajew, der später die zyprische Staatsbürgerschaft angenommen hat, seine Ehefrau sowie den 13-jährigen Sohn des Paares.

Die beiden Erwachsenen wurden schwer verletzt. Nach Angaben des Staatsanwalts schwebt die Frau weiterhin in Lebensgefahr, der Mann befindet sich hingegen nicht mehr in kritischem Zustand. Der 13-Jährige musste in der Nacht operiert werden.

Sprengsatz vor Wohnhaus abgelegt

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Einzeltäter ein Paket im Eingangsbereich des Wohnhauses abgelegt haben. Kurz nachdem die drei Bewohner an der Tür erschienen waren, detonierte der Sprengsatz.

Durch umherfliegende Splitter von zerborstenen Schaufensterscheiben wurden laut Staatsanwaltschaft zudem zwei weitere Personen verletzt.

An den Ermittlungen beteiligen sich auch französische Sicherheitskräfte. Der Staatsanwalt steht zudem in Kontakt mit der französischen Antiterror-Staatsanwaltschaft, die ihre Unterstützung angeboten hat. Ob diese benötigt wird, ist derzeit noch offen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebt der schwer verletzte Geschäftsmann seit mindestens 2021 in Monaco. Er werde von keiner ausländischen Behörde gesucht.

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