Österreich

Eisenbahner wollen 400 Euro mehr pro Monat

Nach dem Warnstreik der Eisenbahner setzen sich die beiden Seiten am Montag wieder an den Verhandlungstisch. Im Vorhinein herrscht unübliche Stille. 

Nach dem Warnstreik ist vor der nächsten Verhandlungsrunde. 
Nach dem Warnstreik ist vor der nächsten Verhandlungsrunde. 
FRANZ NEUMAYR / APA / picturedesk.com

Im Zuge der alljährlichen Kollektivvertrags-Verhandlungen haben sich die Eisenbahner vor kurzem dazu entschieden, einen 24-stündigen Warnstreik abzuhalten – Heute berichtete. Wenn die Verhandlungen nun am Montagnachmittag fortgeführt werden hofft die Arbeitnehmerseite, dass der Streik Wirkung zeigt und man näher an ein zufriedenstellendes Verhandlungsergebnis kommt.  

Dieses Mal halten sich sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite bewusst mit öffentlichen Wortmeldungen zurück. Nun sei "die Zeit gekommen, nicht mehr alles über die Medien zu kommentieren", war aus Verhandlungskreisen zu vernehmen. Man wolle mehr Ruhe in die Lohnverhandlungs-Runde bringen. 

Das bisherige Angebot der Arbeitgebervertreter liegt bei einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von 8,4 Prozent sowie einer Mindesterhöhung von 208 Euro. Die Gewerkschaft vida als Vertreterin der Arbeitnehmer fordert jedoch 12 Prozent und eine Mindesterhöhung um 400 Euro. Aktuell sind die Verhandlungspositionen also noch merklich voneinander entfernt.

Bevölkerung zeigt Verständnis 

Bisher schalteten sich die beiden personellen Spitzen der Sozialpartnerschaft nicht zu Vermittlungszwecken ein. Weder WKO-Präsident Harald Mahrer noch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian hielten ein Eingreifen für nötig. Selbiges gilt für die fachlich zuständige Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne). Sie hofft, dass die "Verhandler rasch auf eine Einigung kommen". 

Wie Heute berichtete, verlief der ganztägige Warnstreik am vergangenen Montag deutlich weniger chaotisch als viele befürchtet hatten. Ungebrochen scheint auch die Unterstützung der Bevölkerung für die Eisenbahner: In einer Umfrage von Unique-research für das Nachrichtenmagazin "profil" zeigten rund zwei Drittel der 500 Befragten Verständnis für den Warnstreik. 

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