Eisenmangel - Das Problem lässt sich lösen

"Du bist so blass!" - Wer das immer wieder gesagt bekommt, könnte an Eisenmangel leiden. Meist gehen auch Kopfschmerzen, brüchige Nägel, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche damit einher. Bei stärkerer Ausprägung ist eine Anämie die Folge. Normalerweise ist Eisenmangel kein großes Problem. Man kann ihn ganz leicht vom Arzt diagnostizieren lassen, und die Therapie ist auch keine Hexerei.

"Du bist so blass!" – Wer das immer wieder gesagt bekommt, könnte an Eisenmangel leiden. Meist gehen auch Kopfschmerzen, brüchige Nägel, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche damit einher. Bei stärkerer Ausprägung ist eine Anämie die Folge. Normalerweise ist Eisenmangel kein großes Problem. Man kann ihn ganz leicht vom Arzt diagnostizieren lassen, und die Therapie ist auch keine Hexerei.

Der menschliche Körper enthält 2 bis 4 Gramm Eisen. Wenn der Wert zu gering ist, gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: falsche Ernährung oder Blutverlust (etwa durch die Menstruation oder häufiges Blutspenden). Dagegen erkranken Vegetarier nicht häufiger an Eisenmangel als Allesfresser.

Tabletten sind nicht optimal

Eisenpräparate sind nicht das Gelbe vom Ei. Mitunter werden sie überdosiert, und es kommt zu Vergiftungen. Vor allem bei Kindern ist Vorsicht geboten. Ein Kleinkind kann mit 500 mg schwerwiegend vergiftet werden, 2 bis 3 g können tödlich sein. Durch die normale Ernährung sind solche gefährlichen Dosen niemals erreichbar.

Das Richtige essen

Eine eisenreiche Ernährung kann das Problem dagegen beheben. Je nach Alter und Geschlecht sollten täglich 10 bis 12 mg zugeführt werden. Hier eine Liste der Top 10-Nahrungsmittel, die besonders reich an Eisen sind.

Lebensmittel - Eisen (mg/100 g)

Kardamom, Gewürz 100

Petersilie, getrocknet 97,8

Grüne Minze, getrocknet 87,5

Sauerampfer, getrocknet 81,7

Süßholz 41,4

Zimt 38,1

Brennnesseln, getrocknet 32,2

Blutwurst 29,4

Schweineleber 22,1

Thymian, getrocknet 20,0

Spirulina, getrocknet 20,0

Bierhefe, getrocknet 20,0

Vitamin C hilft

Eisenmangel kann auch durch verbesserte Vitamin-C-Zufuhr behandelt werden. Die Ascorbinsäure (erhältlich vor allem in Orangensaft, Brokkoli oder rotem Paprika) fördert deutlich die Aufnahme von Eisen durch den Körper. Zwischen dem Verzehr von ascorbinsäurehaltigen Lebensmitteln und eisenreichen Lebensmitteln sollten aber höchstens einige Stunden vergehen. Optimal ist die Einnahme zur gleichen Mahlzeit.

Ein Beispiel für eine Mahlzeit mit gutem Eisengehalt und aufnahmefördernden Stoffen ist der klassische Bohneneintopf (eisenreiche Hülsenfrüchte) mit Kartoffeln und Paprika (ascorbinsäurehaltig).

Aspirin, Kaffee und Tee sind verboten

Auf der anderen Seite gibt es auch Hemmstoffe, die die Resorption beeinträchtigen. Besonders die Tannine in schwarzem Tee und die Chlorogensäure in Kaffee sind abträglich. Aber auch Salicylate, wie sie zum Beispiel in Aspirin enthalten sind, stören die Aufnahme von Eisen durch den Körper.

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